Nach der Einigung mit den Piloten hat Air Berlin nun auch den Tarifstreit mit dem Kabinenpersonal bei der Ferienflugtochter LTU beigelegt. Die Gewerkschaft Verdi und die LTU-Geschäftsführung haben sich auf einen Tarifvertrag geeinigt, wie die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft am Montag mitteilte. Diesen müssen die Beschäftigten nun noch bei einer Urabstimmung absegnen.
Die rund 1500 Flugbegleiter sollen bis Ende 2010 auf lineare Lohnerhöhungen verzichten, dafür will Air Berlin in diesem Zeitraum von betriebsbedingten Kündigungen absehen. Die Beschäftigten sollen rückwirkend zum 1. Januar 2009 zudem für 66 Blockstunden im Monat bezahlt werden, auch wenn sie weniger fliegen. Ab Anfang 2010 garantiert Air Berlin Gehalt für 69 Blockstunden. Eine Blockstunde ist die Zeit vom Losrollen eines Flugzeugs vor dem Start bis zur Ankunft an der Parkposition am neuen Zielort. „Mit diesem Tarifabschluss haben wir einen fairen Kompromiss gefunden“, sagte LTU-Geschäftsführer Helmut Weixler.
Verdi hatte der Fluggesellschaft davor mit unbefristeten Streiks gedroht und damit den Druck auf die Verhandlungen erhöht. Streitpunkt waren insbesondere die Bedingungen für die Integration der LTU-Beschäftigten in den Konzern. Air Berlin hatte den Ferienflieger 2007 übernommen.
Ende vergangener Woche hatte sich Air Berlin bereits mit den Piloten auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Auch hier steht die Zustimmung in einer Urabstimmung noch aus.
Reuters/sh





