Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat der Europäischen Zentralbank ein weiteres Absenken des bereits rekordtiefen Leitzinses empfohlen. Die Vorteile weiterer Zinssenkungen müssten gegen schädliche Effekte auf die Geldmärkte abgewogen werden, heißt es in dem am Montag veröffentlichten IWF-Bericht zur Euro-Zone. „Aber es wäre sinnvoll, den Spielraum für weitere Senkungen so schnell wie möglich zu untersuchen.“ Die Geldpolitik müsse weiterhin die Konjunktur stimulieren. Der IWF warnte, es könne in der Euro-Zone zu einer anhaltenden Deflation kommen.
Die EZB hat ihren Leitzins wegen der schwersten Rezession seit Jahrzehnten bis auf rekordniedrige ein Prozent gesenkt. Sie pumpt darüber hinaus Milliarden in das Finanzsystem, um eine Kreditklemme zu verhindern.
Doch bei einer einsetzenden Konjunkturerholung wolle die Zentralbank den Leitzins rasch wieder erhöhen, erklärte EZB-Chevolkswirt Jürgen Stark am Montag. Ab Mitte kommenden Jahres seien wenigstens auf Quartalsbasis wieder positive Wachstumsraten möglich.
Reuters/AFP/PHJ



