Der weltgrößte Autobauer Toyota stellt sich auf zwei weitere schwierige Jahre ein. Um sich gegen die Krise zu stemmen, wollen die Japaner besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden eingehen. So solle nicht mehr in jedem Land die komplette Produktpalette angeboten werden, sondern regional angepasst ausgewählte Modelle, sagte der neue Firmenchef Akio Toyoda auf seiner ersten Pressekonferenz. Der 53-jährige Toyoda ist Enkel des Firmengründers und hat sein Amt erst vor zwei Tagen übernommen. In Europa wolle sich der Konzern auf Hybridautos konzentrieren, sagte Toyoda. In Japan erfreut sich das überarbeitete Prius-Modell bereits großer Beliebtheit.
Seit der Markteinführung der dritten Generation im Mai hat Toyota 180.000 Stück des Modells verkauft. Der lange Zeit erfolgsverwöhnte Hersteller leidet massiv unter der Absatzkrise - vor allem in den USA und in Japan. Zudem kämpft der Hersteller mit enormen Überkapazitäten.
Nach einem Rekordverlust im vergangenen Geschäftsjahr rechnet Toyota auch im laufenden Geschäftsjahr mit einem operativen Verlust von 6,4 Milliarden Euro. „Wir wollen alles Mögliche tun, um ein drittes Verlustjahr in Folge zu vermeiden“, sagte Toyoda. Er wolle die Firma wieder auf das Wesentliche konzentrieren.
Die Kosten müssten weiter gesenkt werden, so dass die Werke profitabel arbeiteten, auch wenn nur 70 Prozent ihrer Kapazität genutzt würde.
Reuters/dma




