Energiekosten

Auch Ökostrom wird im Januar deutlich teurer

Die Strompreise in Deutschland steigen auf breiter Front. Nicht nur die großen Energieversorger wie Vattenfall und EWE drehen erneut an der Preisschraube. Auch die wichtigen Ökostromanbieter verlangen ab Januar deutlich mehr. Hauptgrund ist für alle die Kosten des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG).

Foto: picture-alliance/ dpa / dpa

Nicht nur die deutsche Vattenfall Europe und EWE, auch die großen deutschen Ökostrom-Anbieter werden mit Jahresbeginn 2010 deutlich teurer. Nach Informationen von Morgenpost Online will Marktführer Lichtblick am Donnerstag eine Grundpreiserhöhung um einen Euro auf 8,95 Euro ankündigen. Der Preis pro Kilowattstunde (Arbeitspreis) soll zudem von 19,99 Cent auf 21,99 Cent steigen. Damit erhöht sich der Preis für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 3000 Kilowattstunden um 10,4 Prozent oder rund 72 Euro pro Jahr. Die Preiserhöhung soll Anfang Januar 2010 in Kraft treten. Der Hamburger Anbieter Lichtblick versorgt rund 500.000 Kunden in Deutschland mit Strom aus erneuerbaren Quellen. Zuvor hatte das Unternehmen seine Strompreise zwei Jahre lang stabil gehalten

Auch die Nummer zwei am Markt, Greenpeace Energy, hebt seine Preise zum 1.1.2010 an. Die rund 93.000 Kunden sollen statt bislang 21,4 Cent künftig 23,6 Cent pro Kilowattstunde zahlen. Der Grundpreis bleibt stabil bei 8,90 Euro. Bei einer Verbrauchsmenge von 3000 Kilowattstunden beträgt die Erhöhung rund acht Prozent. Wie ein Unternehmenssprecher sagte, seien die Kunden am vergangenen Wochenende über den Preisschritt informiert worden.

Der drittgrößte deutsche Ökostrom-Anbieter Elektrizitätswerke Schönau (EWS) erhöht seine Preise ab Jahresbeginn 2010 um rund 6,3 Prozent. Der Arbeitspreis soll sich demnach von 21,20 Cent auf 22,70 Cent pro Kilowattstunde erhöhen. Der Grundpreis soll stabil bei 6,90 Euro bleiben. Die EWS hat nach eigenen Angaben rund 89.000 Kunden in Deutschland.

Alle Ökostrom-Anbieter begründen ihre Preisanhebung sowohl mit steigenden Netzentgelten als auch mit Kosten des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG). Durch den neuen Wälzungsmechanismus verdopple sich die EEG-Umlage auf den Strompreis von bislang rund ein Cent pro Kilowattstunde auf 2,03 Cent, sagte der Sprecher von Greenpeace Energy, Marcel Keiffenheim, Morgenpost Online.