Der Münchner Premiumautobauer BMW will nicht zu stark auf boomende Geschäfte in China setzen. „Man muss in Märkten wie China damit rechnen, dass es zu einer Abkühlung kommt“, sagte Finanzchef Friedrich Eichiner der Börsen-Zeitung. „Deshalb werden wir die restlichen großen Märkte absolut nicht vernachlässigen.“
Vor allem das in der Wirtschaftskrise besonders gebeutelte US-Geschäft solle weiterentwickelt werden, betonte der Manager. „Wir sehen die USA als strategischen Markt.“ Dort werde der neue X3 gebaut, der in Kürze auf den Markt komme. Zudem wolle BMW vor Ort weiter in die Entwicklung des Händlernetzes investieren.
BMW profitiert vom schwachen Euro
Nach den Worten von Eichiner profitiert BMW derzeit zwar vom schwächeren Euro im Vergleich zum Dollar, weil das dem Exportgeschäft helfe. Im Ergebnis 2010 werde sich der günstigere Dollarkurs aber wegen der getätigten Absicherungsgeschäfte „noch nicht übermäßig“ bemerkbar machen. Zudem erwarte BMW Belastungen durch die Entwicklung anderer Währungen. „Wir haben inzwischen auch ein erhebliches Exposure in Pfund.“
Eichiner bekräftigte, dass BMW mit der Vorlage der Halbjahreszahlen Anfang August auch seinen Ausblick für 2010 konkretisieren wolle. Trotz kräftiger Absatzzuwächse in den vergangenen Monaten hat der Konzern bislang keine konkrete Jahresprognose abgegeben. Es hieß lediglich, der Gewinn solle über dem Niveau des Krisenjahres 2009 liegen.
Reuters/ott





