Angesichts wachsender rechtlicher Bedenken will der US-Internetkonzern Google den Behörden umstrittene Datensammlungen für seinen Fotodienst Street View übergeben. Die Datenschützer in Deutschland, Frankreich und Spanien erhielten in Kürze die aufgefangenen Informationen über unverschlüsselte Heimfunknetze von Internetnutzern, teilte Google am Samstag mit. Damit kommt das Unternehmen auch einer Forderung von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner nach.

Google hatte eingeräumt, dass seine Kamera-Fahrzeuge beim Fotografieren von Gebäuden und Strassen für den Dienst Street View in Deutschland und anderen Ländern Daten aus unverschlüsselten WLAN-Netzen gesammelt haben. Laut Google geschah dies unabsichtlich. Dabei sollen auch Teile von E-Mails aufgefangen worden sein.

Bei Street-View werden große Teile des Straßennetzes anzeigt. Der Dienst ist in vielen Ländern verfügbar, in Deutschland allerdings noch nicht. Der Konzern muss noch Datenschutzauflagen erfüllen. In Deutschland haben Aigner zufolge bereits eine fünfstellige Zahl von Bürgern gegen die Veröffentlichung von Bildern ihrer Häuser im Internet gewehrt.

Reuters/tma