Bei den krisengebeutelten deutschen Nobelautobauern keimt allmählich wieder Hoffnung auf. Zwar setzten Audi, BMW und Daimler auch im Mai weltweit weniger Fahrzeuge ab als im Vorjahreszeitraum. Allerdings sehen die Konzerne Anzeichen dafür, dass sich der Nachfrageeinbruch weiter abschwächt. Vor allem das Asien-Geschäft erweise sich als Hoffnungsträger.
Am besten schnitt im vergangenen Monat die VW-Tochter Audi ab: Die Ingolstädter brachten weltweit insgesamt 82.800 Fahrzeuge an den Mann und die Frau, was einem Absatzrückgang von nur noch sechs Prozent entsprach. Der Rivale Daimler aus Stuttgart lieferte 97.300 Fahrzeuge seiner Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach aus, zwölf Prozent weniger als vor Jahresfrist. Der Münchner Konkurrent BMW verkaufte im Mai insgesamt rund 109.000 Fahrzeuge seiner Marken BMW, Mini und Rolls-Royce – ein Minus von 18 Prozent.
Gegenüber den Vormonaten habe sich der Absatzrückgang aber deutlich verlangsamt, erklärte BMW-Vertriebschef Ian Robertson. „Insgesamt bin ich verhalten optimistisch, dass sich unsere weltweiten Absatzzahlen im Laufe des Jahres weiter verbessern werden.“ Ähnlich äußerten sich Daimler und Audi, bei denen zuletzt neue Modelle wie die Mercedes E-Klasse oder der Geländewagen Audi Q5 die Geschäfte ankurbelten und vor allem auch in Deutschland die Herzen der Kunden höher schlagen ließen.
Die starke Nachfrage nach Luxus-Autos in der Region Asien/Pazifik kam im Mai allen drei Herstellern zu Gute, allerdings nicht in gleichem Maße. Audi verkaufte dort im vergangenen Monat rund 15.650 Fahrzeuge und konnte seinen Absatz damit um 24 Prozent steigern.
Daimler kam mit seiner Markengruppe Mercedes-Benz Cars auf 12.900 Autos, was einem Plus von knapp acht Prozent entsprach. Die BMW-Gruppe setzte in der Region im Mai 13.751 Fahrzeuge ab und damit vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auffallend stark fielen die Zuwächse dabei jeweils in China aus.
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Reuters/dpa/PHJ

