Die Mehrheit der Gläubiger des Autokonzerns General Motors haben das Abfindungsangebot der US-Regierung abgelehnt, womit eine Insolvenz der Opel-Mutter sehr wahrscheinlich wird. Der Konzern teilte mit, das Angebot, 27 Milliarden Dollar Schulden gegen einen Anteil von 10 Prozent am Unternehmen umzutauschen, sei gescheitert.
Die US-Regierung hatte GM eine Frist bis nächsten Montag gesetzt, einen tragfähigen Sanierungsplan vorzulegen. Andernfalls muss das mit inzwischen 19,4 Milliarden Dollar Staatsgeldern gestützte Unternehmen Konkurs anmelden. Mindestens 90 Prozent der Anleihe-Gläubiger hätten dem Angebot zustimmen müssen, um eine der Bedingungen der US-Regierung zu erfüllen.
Die US-Regierung könnte nach einer Insolvenz bis zu 70 Prozent der Anteile an einen neuen GM-Konzern übernehmen, berichtete das „Wall Street Journal“. Die Autoarbeitergewerkschaft UAW teilte inzwischen mit, sie werde 20 Prozent der GM-Aktien bekommen, als Gegenleistung für den Verzicht auf einen Teil des Betrags von 20 Milliarden Dollar, den GM einem neuen Gesundheitsfonds für Pensionäre schuldet.
AP/dma




