Der ums Überleben kämpfende US-Automobilkonzern General Motors (GM) wird 13 seiner Produktionsstätten in den USA und Mexiko für zum Teil mehr als zwei Monate stilllegen. Das kündigte das Unternehmen am Donnerstag in Detroit an. Der Opel-Mutterkonzern reagiert damit auf sinkende Nachfrage und wachsende Lagerbestände an unverkauften Autos. Geplant ist eine Produktionskürzung um 190.000 Fahrzeuge.

Die Werke sollen den Angaben zufolge zwischen Mai und Juli geschlossen werden. Die Dauer der Stilllegung sei in den einzelnen Werken unterschiedlich. Sie könne aber in manchen der Betriebe bis zu neun Wochen dauern.

Die befristeten Schließungen sind zusätzlich zu der ohnehin üblichen zweiwöchigen Sommerpause geplant. In den letzten Werken werden die Bänder erst Mitte Juli wieder anlaufen. In den ersten Fabriken sollen die Bänder bereits ab nächster Woche angehalten werden.

Der Start neuer Modelle sei durch die Schließungen nicht gefährdet, betonte der Hersteller. GM hatte bereits im vergangenen Jahr und rund um den Jahreswechsel Fabriken befristet dicht gemacht und die Produktion drastisch heruntergefahren.

GM wird zurzeit mit staatlichen Notkrediten von 13,4 Milliarden Dollar am Leben erhalten. Die Regierung hat dem Konzern eine Frist zum 1. Juni gesetzt, um seine Schulden abzubauen, Kosten zu verringern und eine Umstrukturierung einzuleiten. Andernfalls müsste GM nach Angaben von Vorstandschef Fritz Henderson ein Insolvenzverfahren einleiten.

AP/dpa/lha