Das Flugverbot infolge der Aschewolke hat Air Berlin im April das Geschäft verhagelt. Durch den Ausfall von mehr als 3500 Flügen sei die Zahl der Passagiere um 16,5 Prozent auf knapp 2,1 Millionen gesunken, teilte die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft mit.
Nach der schrittweisen Wiederaufnahme von Flügen seien viele Fluggäste verunsichert gewesen und hätten mit ihrer Buchung gezögert. Die Auslastung der Maschinen sank um 3,7 Prozentpunkte auf 72,6 Prozent. Der Erlös pro Sitzplatzkilometer ging um 6,1 Prozent auf 5,55 Cent zurück.
Durch den Ausbruch eines Vulkans in Island war der Luftraum über weiten Teilen Europas für rund sechs Tage gesperrt. Nach einigen Tagen nahmen die Fluggesellschaften ihren Betrieb zwar sukzessive wieder auf, erlaubt waren zunächst jedoch nur Sichtflüge mit einer Sondergenehmigung. Die Airlines hatten das Krisenmanagement der Bundesregierung daraufhin massiv kritisiert.
Air Berlin kündigte zudem an, seine Langstreckenverbindungen von Berlin aus auzuweiten. Von Ende Oktober an soll es regelmäßige Flüge aus der Hauptstadt nach Dubai, Miami und Mombasa geben.
Dubai am Persischen Golf werde drei Mal pro Woche angeflogen, die US-Küstenstadt Miami zwei Mal und die kenianische Metropole Mombasa ein Mal. Air Berlin bietet dann in Berlin Interkontinentalverbindungen zu neun Zielen, darunter auch Bangkok, Kairo und Tel Aviv.
Reuters/dma





