Das Rollenverständnis von Mann und Frau nimmt starken Einfluss auf deren Gehälter: Männer mit eher konservativer Haltung verdienen mehr, als solche, die in ihrer Beziehung für Gleichberechtigung plädieren. Das zumindest schreiben Wissenschaftler der „University of Florida“ in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Journal of Applied Psychology“.

Männer mit „traditioneller Werthaltung“ („Frauen gehören nach Haus, während Männer fürs Geld zuständig sind“) verdienen im Jahr durchschnittlich 11.930 Dollar mehr als Kollegen, die einen ähnlichen Job machen, aber eine egalitäre Haltung einnehmen („Aufgabenteilung in der Beziehung“).

Genau das Gegenteil ist bei den Frauen der Fall, wenn auch in abgeschwächter Form: Unter ihnen verdienen die traditionell eingestellten rund 1000 Dollar weniger im Jahr. Der Forschungsbericht basiert auf einer Studie, für die über 12 Tausend Personen im Zeitraum zwischen 1979 und 2005 befragt wurden.

Die Unterschiede innerhalb von Partnerschaften: Bei „Konservativen“ verdient der Mann 71 Prozent mehr als die Frau, wohingegen sich das Einkommen zwischen „gleichberechtigten“ Partnern lediglich um 7 Prozent (zugunsten des Mannes) unterscheidet.

„Frauen verhandeln im Allgemeinen weniger aggresiv um Gehälter als Männer. Und die Männer, deren Frauen ebenfalls berufstätig sind, verlassen sich mit auf ihre Frauen“, resümiert der Psychologe Timothy Judge.