Die gebeutelte Musikindustrie wagt eine Prognose für das Ende der schweren Branchenkrise. Im Jahr 2013 soll der deutsche Markt, dank emsiger Käufer digitaler Musik, wieder wachsen. So steht es in einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die der Bundesverband Musikindustrie präsentierte. Seit 1999 sind die Umsätze stetig gefallen.

Derzeit machen die Unternehmen noch den größten Teil ihrer Erlöse mit CDs. Doch die Verkaufszahlen der Compact Disc gehen seit Jahren zurück. Nur rund sieben Prozent der Lieder und Alben wurden 2008 über das Internet verkauft. Stattdessen bedienen sich viele Musikfans kostenlos und damit illegal im Internet. 316 Mio. Titel luden die Deutschen im vergangenen Jahr widerrechtlich runter, das waren vier Mio. mehr als 2007.

Durch neue Vertriebswege in der digitalen Welt soll nun dem legalen Hören und Speichern von Musik via Internet der Durchbruch bereitet werden. So soll das Geschäft über Plattformen zum Runterladen von Musik, etwa bei Apples iTunes, weiter zulegen. Zudem setzen die Unternehmen große Hoffnungen in die Zusammenarbeit mit Telekommunikationskonzernen. Über diese sollen die Kunden nicht nur Internet-Anschlüsse kaufen, sondern auch per Abo Musik.

Bis 2013, so die GfK-Studie, wird der Marktanteil digitaler Musik von derzeit sieben auf 20 Prozent wachsen. Dann wäre die Situation erreicht, in der das Digitalgeschäft der gesamten Branche wieder zu Wachstum verhelfen würde. Denn die Umsätze mit CDs werden auch in den nächsten Jahren zurückgehen. Die GfK rechnet mit einem jährlichen Schrumpfen von fünf Prozent bis 2013. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 145 Mio. Compact Discs verkauft. Insgesamt setze die Musikindustrie hierzulande 1,58 Mrd. Euro um.

hev