Die deutsche Industrie hat im Februar 2009 den stärksten Umsatzeinbruch seit der Wiedervereinigung erlitten. Das verarbeitende Gewerbe nahm 23,3 Prozent weniger ein als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Einen größeren Rückgang hat es seit Einführung der Statistik 1991 für das wiedervereinigte Deutschland noch nicht gegeben.
In den alten Ländern sind die Umsätze sogar seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie so stark gefallen, wie Norbert Herbel vom Statistischen Bundesamt berichtete. Der Auslandsumsatz brach mit 27,5 Prozent besonders deutlich ein. Dabei lag der Umsatz mit den Ländern der Eurozone um 25,9, der Absatz in das übrige Ausland um 28,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Die stärksten Einbußen verzeichneten die Hersteller von Fahrzeugen und Kraftwagenteilen mit minus 39,6 Prozent. "Das betrifft den Mittelstand genauso wie die großen Autoproduzenten", sagte Herbel. In der Metallerzeugung und -bearbeitung wurden 29,9 Prozent umgesetzt, im Maschinenbau 22,3 Prozent weniger.
Die Zahlen sind jeweils bereinigt um die Zahl unterschiedlicher Arbeitstage. Im Januar waren die Umsätze im Jahresvergleich bereits um 19,9 Prozent eingebrochen. Im Vergleich vom Februar zum Januar gingen die Umsätze jedoch nur noch 4,3 Prozent zurück, nachdem die Unternehmen im Januar noch 6,6 Prozent weniger als im Dezember 2008 eingenommen hatten.
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dpa/Reuters/oht


