Siemens und die Deutsche Bahn wollen nach Informationen des „Spiegel“ gemeinsam in das US-Eisenbahngeschäft einsteigen. Das sei ein interessanter Markt, hieß es laut Vorabbericht des Nachrichtenmagazins Spiegel übereinstimmend bei beiden Unternehmen.

Hintergrund sind demnach die Pläne der US-Regierung für einen milliardenschweren Ausbau der maroden Bahn-Infrastruktur, der laut „Spiegel“ insgesamt elf Projekte umfassen soll. Gebaut werden sollen demnach unter anderem auch Hochgeschwindigkeitstrassen zwischen Metropolen wie Miami und Orlando sowie San Francisco und Los Angeles.

Innerhalb des deutschen Konsortiums würde Siemens die Technologie, wie Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ ICE 3 sowie die nötige Verkehrstechnik liefern, berichtete das Nachrichtenmagazin weiter. Die Bahn solle dann die Strecke betreiben. Deren konzerneigene Consulting-Firma DB International beschäftige sich bereits mit dem Projekt.

Die Bahn knüpfe die US-Zusammenarbeit mit Siemens allerdings an die Bedingung, dass zuvor der Streit beider Unternehmen über das ICE-Achsen-Debakel bei der Bahn beigelegt sein müsse. „Solange diese Kuh nicht vom Eis ist, wird es keine gemeinsamen US-Pläne geben“, hieß es laut „Spiegel“ bei der Bahn.

ddp/AFP