Einkommen

Frauen verdienen als Chefs weniger als Männer

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Frauen in Führungspositionen sind stärker von der Finanzkrise betroffen als ihre männlichen Kollegen – so eine US-Studie. Vor allem bei den Boni sind die Unterschiede groß. Auch hier mussten die Frauen im Zuge der Finanzkrise mehr zurückstecken als Männer. Unter den 150 Topverdienern in den USA ist nur eine Frau.

Frauen mussten in der Wirtschaftskrise drei Mal so große Einbußen bei ihrer Bezahlung hinnehmen als Männer. Die gesamten Bezüge von Frauen gingen 2008 um 18,5 Prozent zurück, die von Männern um 6,1 Prozent, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Marktforschungsunternehmens Corporate Library hervorgeht.

Vor allem bei den Boni seien die Unterschiede sehr hoch gewesen. Weibliche Chefs verdienen demnach in den USA um ein gutes Drittel weniger als ihre männlichen Kollegen. Ihr Verdienst belaufe sich im Schnitt auf 58 Prozent dessen, was Männer in vergleichbaren Positionen erhielten, hieß es in der Studie.

Die Chefin des Pharmaunternehmens United Therapeutics, Martine Rothblatt, war zugleich die einzige Frau unter den 150 Topverdienern der USA. Sie erhielt im vergangenen Jahr 21,8 Millionen Dollar.

Mit weitem Abstand folgten Avon-Geschäftsführerin Andrea Jung und TJX Companies-Chefin Carol Meyrowitz mit 13,9 Millionen Dollar beziehungsweise 12,8 Millionen Dollar. Die Erhebung beruht auf den Gehaltsangaben von 2703 börsennotierten US-Unternehmen.