Nach dem insolventen Fertighausbauer Kampa haben bereits erste Investoren die Fühler ausgestreckt. Es gebe Vorgespräche mit mehreren Interessenten, die auch aus der Branche kämen, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Werner Schreiber mit.

Der Geschäftsbetrieb in der gesamten Kampa-Gruppe in Deutschland sei wieder angelaufen, die Löhne der 750 Mitarbeiter seien gesichert. Durch die Aufnahme eines Massekredits könne auch die Arbeit an solchen Baustellen wieder aufgenommen werden, die bis Ende Mai fertiggestellt werden können, hieß es weiter. Dann soll voraussichtlich die formelle Insolvenzeröffnung erfolgen.

Den Kampa-Aktionären machte Schreiber wenig Hoffnung: „Eine Werthaltigkeit der Aktien ist im normalen Insolvenzverfahren nur wahrscheinlich, wenn vorab sämtliche Gläubiger voll befriedigt sind. Leider tritt dieser Fall selten auf.“

Kampa gehört mehrheitlich dem Finanzinvestor Triton. Kampa hatte Mitte März Insolvenzantrag gestellt, nachdem die Firma hohe Verluste geschrieben hatte.

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Reuters/dpa/ras