Die Börse in Tokio hat angesichts der Sorge um den globalen Finanzsektor und die japanische Wirtschaft so schwach wie seit 26 Jahren nicht mehr geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte verbuchte einen Verlust von 87,07 Punkten oder 1,21 Prozent beim Stand von 7086,03 Punkten. Der breit gefasste Topix büßte ebenso klar 10,86 Zähler oder 1,51 Prozent auf 710,53 Punkte ein.
Vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise ist die Zahl der Firmenzusammenbrüche in Japan im Februar 2009 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,38 Prozent auf 1318 gestiegen, wie die Kreditforschungsagentur Tokyo Shoko Research vor Börsenschluss bekannt gab.
Damit stiegen die Pleiten in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt im nunmehr neunten Monat in Folge an. Wie das Finanzministerium in Tokio meldete, bescherte ein heftiger Exporteinbruch und der Höhenflug des Yen Japan im Januar 2009 erstmals seit 13 Jahren ein Defizit in der Leistungsbilanz.
Der Fehlbetrag belief sich auf den Rekordwert von 172,8 Milliarden Yen (1,4 Milliarden Euro). Japans Exporte waren in Folge der Weltwirtschaftskrise um 46,3 Prozent auf 3,3 Billionen Yen geschrumpft und damit im nunmehr vierten Monat in Folge. Die Einfuhren nach Japan sanken im dritten aufeinanderfolgenden Monat um 31,7 Prozent auf 4,1 Billionen Yen.
Am Devisenmarkt tendierte der Dollar fester bei 98,32-37 Yen nach 97,35-37 Yen am 6. März. Der Euro tendierte leichter bei 1,2685-90 Dollar nach 1,2694-96 Dollar. Zum Yen tendierte er indes fester bei 124,75-80 Yen nach 123,58-62 Yen.
.
dpa/oht




