Nach den Benzinpreisen kommen in Deutschland auch die Lebensmittelpreise ins Rutschen. Praktisch im Gleichschritt senkten die Discounter Aldi und Penny die Preise für zahlreiche Artikel vom Pflanzenöl über Brot, Käse, Wurst und Joghurt bis hin zu Schokolade. Die Preissenkungen betrugen im Einzelfall bis zu 19 Prozent.


Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka will dem Beispiel der Konkurrenten „sehr schnell“ folgen. Auch die Edeka-Discount-Tochter Netto werde ihre Preise entsprechend senken, sagte ein Unternehmenssprecher der AP. Von Lidl war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.


„Wir geben Einkaufspreisvorteile schnell und vor allem dauerhaft an unsere Kunden weiter“, begründete der für die Discounttochter Penny zuständige Rewe-Vorstand Armin Rehberg die Preissenkungen.


Die Entwicklung der Preise im Lebensmittelhandel spiegelt damit die wirtschaftliche Entwicklung wieder. Im Frühjahr und Sommer vergangenen Jahres hatten noch Preissteigerungsraten von acht Prozent und mehr bei Nahrungsmitteln die Inflation in Deutschland mit in die Höhe getrieben. Doch mit der Wirtschaftskrise scheint die Preis-Rally bei den Lebensmitteln beendet.

Inzwischen zeigen die Preissignale deutlich nach unten. Dies werde wohl nicht die einzige Preisrunde in diesem Jahr bleiben, heißt es in Branche. Aldi habe mit der Preissenkung seine Rolle als Preisführer bestätigt.

Ap/dpa/PHJ