Die „Welt am Sonntag“ ist einer der bestgestalteten Zeitungen weltweit, hat die „Society for News Design“ befunden. Der Preis gilt international als wichtigste Auszeichnung für Zeitungsdesign und ist in der vergangenen Woche an fünf Zeitungen aus aller Welt vergeben worden. Die „Welt am Sonntag“ wurde für herausragende Leistungen bei Design, Grafik und Foto ausgezeichnet. Sie ist die einzige unter den prämierten Zeitungen, die im traditionellen, nordischen Format erscheint. Die anderen vier Preisträger haben Kompakt-Größe, sind also kleiner und erinnern mehr an ein Magazin.
Besonders gut gefiel der Jury speziell an der „Welt am Sonntag“ dabei „die weite Plattform, um mit Selbstvertrauen und Freiheit auch textlastige Seiten zu produzieren, eingebettet in wunderschöne Fotos und einfühlsame Infografik“.
Allgemein lobte die Jury bei den Preisträgern eine „herausragende Beachtung von Layout-Details. Bilder sind sorgfältig umrahmt oder intelligent beschnitten. Infografiken werden nutzerfreundlich präsentiert. Typografische Lösungen sind ausgewogen und werden mit Umsicht verwendet.“ Die Sieger zeigten „eine moderne Farbpalette“, die sonst „eher in Gemälden als im Zeitungsdruck“ dominieren.
Der Printbranche insgesamt stellte der Jury ein gemischtes Zeugnis aus: Zeitungen würden nach der Titelseite selten Inspirierendes mehr zeigen. „Kontinuität und Einheitlichkeit der Standards sind weit verbreitet, doch Überraschungen gibt es nur wenige. Die Gewinner überraschen uns.“
Thomas Schmid, Chefredakteur der „Welt am Sonntag“, dankte der „Society for News Design“ für „diese hohe Auszeichnung und Anerkennung, die wir als Aufforderung verstehen, den beschrittenen Weg weiter zu verfolgen: die „Welt am Sonntag“ in Gehalt und Gestalt als eine Zeitung des Lesevergnügens, der schönen Form und der ästhetischen Exzellenz zu verstehen“.
ws



