In der schwer angeschlagenen Autobranche könnte sich die Zahl der Kurzarbeiter nach Einschätzung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer in den nächsten Monaten verdreifachen. Die Zahl der Betroffenen könnte bis Frühjahr auf bis zu 300.000 steigen, sagte Dudenhöffer der „Bild“-Zeitung. Das wären dem Vorabbericht zufolge rund 40 Prozent der Beschäftigten in der Branche. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit hatten die Unternehmen der Automobilbranche per Ende Dezember für knapp 94.000 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Wegen der dramatischen Lage werde Kurzarbeit für die Autohersteller und -Zulieferer das gesamte Jahr 2009 ein Thema sein.
Der Auftragsbestand der deutschen Autobauer ist nach Angaben von Verbandschef Matthias Wissmann auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken.
Sollte sich die Absatzkrise fortsetzen, bestehe die Gefahr, dass die Hersteller in der zweiten Jahreshälfte auch Entlassungen in der Stammbelegschaft aussprächen, hatte Wissmann am Wochenende in einem Interview erklärt.
AP/AFP/PHJ




