Kraftwerksturbinen

Siemens ergattert Milliardenauftrag im Irak

Es ist einer der größten Aufträge, die Siemens jemals im Nahen Osten verbuchen konnte: Der Münchner Elektroriese soll 16 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 3150 Megawatt für die neuen mit Erdgas und Öl befeuerten Kraftwerke in den Irak liefern. Der Wert des Auftrags liegt bei weit über einer Milliarde Euro.

Der Technologiekonzern Siemens hat aus dem Irak einen Auftrag über 1,5 Milliarden Euro für den Ausbau der Stromversorgung des Landes erhalten. Auftraggeber ist das irakische Elektrizitätsministerium, wie der Konzern mitteilte. „Es handelt sich damit um einen der größten Aufträge, die Siemens bislang im Nahen Osten verbuchen konnte“, sagte das für den Energiebereich zuständige Vorstandsmitglied Wolfgang Dehen.


Siemens liefere insgesamt 16 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 3150 Megawatt. Die neuen mit Erdgas beziehungsweise Öl befeuerten Kraftwerke sollen an den Standorten Rumaila-Basra, Taza-Kirkuk, Dibis-Kirkuk, Baiji sowie Sadder-Bagdad entstehen. Der Lieferumfang umfasse zudem Hochspannungs-Schaltanlagen und -Transformatoren sowie die entsprechenden elektrischen Anlagen für die Kraftwerke. Siemens liefere die Komponenten, die Anlagen sollen vom Kunden selbst oder von Generalunternehmern errichtet werden.

Nach der für 2010 und 2011 geplanten Inbetriebnahme sollen die neuen Kraftwerke einen wesentlichen Beitrag leisten, um die von täglichen Stromausfällen geprägte Energieversorgung des Landes zu verbessern.