Die Deutsche Telekom hat ihren Gewinn vor Steuern im dritten Quartal 2008 gesteigert. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) legte wegen Kosteneinsparungen um 2,4 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro zu, wie der Konzern in Bonn mitteilte.

Der bereinigte Überschuss stieg im dritten Quartal überraschend von 1,06 Milliarden auf 1,2 Milliarden Euro. Der Umsatz ging unterdessen um 1,5 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro zurück. Die Telekom bestätigte die Prognose eines bereinigten Ebitda von rund 19,3 Milliarden Euro im laufenden Jahr.

Die Deutsche Telekom rechnet auch für das kommende Jahr nicht mit einer deutlichen Gewinnsteigerung. Der Vorstand erwarte ein stabiles bis leicht steigendes operatives Ergebnis. Die Zuspitzung der Finanzmarktkrise habe sich bislang auf das operative Geschäft nicht ausgewirkt, sagte Konzernchef Rene Obermann. „Die Deutsche Telekom ist finanztechnisch stabil aufgestellt.“

Die Finanzierung stehe kurz- und mittelfristig auf einer stabilen Grundlage. Aber auch die frei verfügbaren Mittel (Free Cash-flow) sollen bei rund 6,6 Milliarden Euro in diesem und im kommenden Jahr stagnieren.

Zum gesteigerten Ergebnis trugen die Mobilfunktochter T-Mobile, vor allem aber Kostensenkungen bei. Das Festnetz- und das Geschäftskundensegment ließen Federn. Auf dem Heimatmarkt Deutschland herrscht starker Wettbewerb.

Dort kämpft die Telekom kämpft weiter gegen den Verlust von herkömmlichen Anschlüssen, der sich jedoch allmählich verlangsamt, sowie mit Preisrückgängen. Zulegen konnte die Telekom erneut nur im Ausland, wo allerdings der starke Euro dämpfte.

dpa/Reuters/oht