Mit einem Flugticket für über 100.000 Dollar (70.000 Euro) in der Tasche hat sich der britische Geschäftsmann Julian Hayward den neuen Riesen-Airbus A380 angeschaut. "Ich will ein bisschen Geschichte mitschreiben", sagte Hayward bei der Auslieferung des größten Passagierflugzeugs der Welt an die Singapore Airlines (SIA).

Der A380 nimmt am 25. Oktober den Liniendienst auf. Dann startet der Riesen-Airbus in Singapur und fliegt nach Sydney in Australien. Einen Teil der Tickets ließ SIA über das Online-Auktionshaus Ebay versteigern. Hayward bot dabei von allen Teilnehmern am meisten für einen Sitzplatz im A380. Der Brite ist schon ein bisschen aufgeregt: "Es ist ein bisschen wie Concorde fliegen, man sollte es einmal getan haben."


Insgesamt kamen bei der Versteigerung gut 900.000 Dollar zusammen. Die Einnahmen werden gespendet. Er habe bei der Auktion auch mitgemacht, "weil der Erlös teils an die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen geht", sagte Hayward.

Der 38-Jährige Multi-Millionär reist seit fünf Jahren um die Welt. Er hatte seine Internet-Firma noch im Jahr 2000 – im Boom und vor dem Platzen der Internet-Blase – zu Geld gemacht. Über die Summe spricht Hayward nicht. Aber sein Reichtum ermöglicht es ihm, seltsame Reisen mit noch seltsameren Mitteln zur Fortbewegung zu machen: Er flog in einem russischen Kampfjet vom Typ MiG-25 mit und ging an Bord eines Atom-U-Boots.

"Den Rest meines Lebens will ich mich für wohltätige Zwecke einsetzen", sagte Hayward bei Airbus in Toulouse. Und: "Ich bin jemand, der erst handelt und dann denkt." Das zahlt sich beim ersten Kommerz-Flug des A380 auch für Hilfsbedürftige aus.

AFP/oht