Der Autobauer Volkswagen hat trotz schwieriger Bedingungen auf den Automärkten im ersten Halbjahr 2008 eine zweistellige Gewinnsteigerung erreicht. Das operative Ergebnis sei um 21,8 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro gestiegen, teilte VW am mit. Unter dem Strich blieben knapp 2,6 Milliarden Euro, ein Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 31,3 Prozent. Der Umsatz übertraf mit 56,5 Milliarden Euro den Vorjahreswert um 3,0 Prozent und stieg damit etwas weniger als die Auslieferungen, die weltweit um 5,8 Prozent gegenüber Vorjahr zunahmen. Die VW-Spitze erwartet für den weiteren Jahresverlauf eine positive Entwicklung.
Toyota senkt Absatzprognose
Konkurrent Toyota, der 40 Prozent seiner Wagen in den USA verkauft, will einem Medienbericht zufolge wegen der geringen Nachfrage seine Absatzprognose für 2008 senken. Der weltgrößte Autobauer aus Japan werde im laufenden Jahr mit weltweit 9,5 Millionen Autos 350.000 Wagen weniger verkaufen als ursprünglich geplant, berichteten die „Kyodo News“. Hauptgrund seien rückläufige Verkäufe auf dem wichtigen US-Markt.
Wie auch Ford und Nissan leiden die Japaner unter der sinkenden Nachfrage nach schweren Pick-Ups und Geländewagen. Deren Absatz ist als Reaktion auf steigende Benzinpreis und die Finanzkrise eingebrochen. „Der Markt hat sich dramatisch verändert“, sagte Nissan-Chef Ghosn. „In den letzten Wochen sah es so aus, als wenn wir in den USA nur noch Vierzylinder-Autos verkaufen können.“ Diese Wagen verbrauchen vergleichsweise wenig Benzin.
dpa/lw




