Viele Versicherte müssen im nächsten Jahr einer Prognose zufolge mit deutlich höheren Krankenkassenbeiträgen rechnen. Nach Berechnungen des Berliner Gesundheitsforschungsinstituts IGES wird der einheitliche Beitrag auf 15,5 Prozent steigen, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet. Bei einem geringeren Satz von 15,3 Prozent müssten laut IGES-Prognose viele Kassen eine nicht unerhebliche Zusatzprämie von ihren Mitgliedern verlangen, um ihre Ausgaben zu decken. Die Folge wäre eine Abwanderung von Besserverdienenden, die viele Kassen in eine Schieflage bringen dürfte, sagte Instituts-Direktor Bertram Häussler.


Bis zum 1. November muss die Regierung den Beitrag festlegen. Entscheidend für die Höhe sind die Gesamtausgaben der Kassen, über die teilweise noch verhandelt wird. Die IGES-Prognose geht davon aus, dass Kliniken und Ärzte im nächsten Jahr jeweils zwei Milliarden Euro mehr bekommen. Pluspunkt im Rechenszenario: Trotz Erhöhung blieben die Lohnnebenkosten knapp unter der von der Koalition vereinbarten 40-Prozent-Marke allerdings ohne Einrechnung des Arbeitnehmerbeitrags von 0,9 Prozent.

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