Wirtschaftskrise

Arbeitslosenquote in den USA steigt stark

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Die US-Arbeitslosigkeit ist im Juli auf den höchsten Stand seit vier Jahren gestiegen. Sie stieg überraschend stark von 5,5 Prozent auf 5,7 Prozent. Überdurchschnittlich viele junge Amerikaner im Alter bis 24 Jahren meldeten sich arbeitslos. Die hohe Arbeitslosigkeit wird die Wirtschaftskrise weiter verschärfen.

Die Arbeitslosenquote in den USA ist im Juli auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren gestiegen. Sie kletterte überraschend von 5,5 auf 5,7 Prozent, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Einen höheren Wert gab es zuletzt im März 2004 mit 5,8 Prozent. Überdurchschnittlich viele junge Amerikaner im Alter bis 24 Jahren hätten sich arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig baute die US-Wirtschaft bereits den siebten Monat in Folge Stellen ab. 51.000 Arbeitsplätze gingen dabei verloren.


Die besonders unter der Immobilienkrise leidende Bauwirtschaft kürzte allein 22.000 Stellen, in Fabriken gab es ein Minus von 35.000. Neue Arbeitsplätze entstanden lediglich im Bereich Öffentlicher Dienst, Bildung, Gesundheit sowie im Hotel- und Gastgewerbe.

Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 463.000 Jobs gestrichen. Experten sehen noch kein Ende der Talfahrt. „Es gibt keine Anzeichen für eine Trendwende“, sagte UBS-Volkswirt Jim O’Sullivan. Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) sieht die von der Finanzkrise gebeutelte US-Wirtschaft in einer Rezession. „Es ist aber eher eine milde Rezession, keine lang anhaltende“, sagte S&P-Chefvolkswirt David Wyss.

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist entscheidend für die Konsumausgaben, die wiederum gut zwei Drittel der Wirtschaftsleistung in den USA ausmachen.

( Reuters/ras )