Die US-Geschäfte der deutschen Autobauer haben sich im März durchwachsen entwickelt. Während Volkswagen, Audi und BMW mehr Fahrzeuge als im Vorjahresmonat verkauften, mussten Mercedes-Benz und Porsche teils deutliche Einbußen hinnehmen. Auch die US-Hersteller sowie Toyota mussten Federn lassen, wie aus ihren am Dienstag veröffentlichten Zahlen hervorgeht.

Volkswagen steigerte den Absatz seiner Kernmarke VW um 12,9 Prozent auf rund 19.600 Fahrzeuge. Die VW-Tochter Audi verkaufte dank des im Vergleich zum Vorjahr um zwei Arbeitstage kürzeren Monats auf bereinigter Basis 7,2 Prozent mehr Autos – in absoluten Zahlen waren es 7987. Bei BMW bedeuteten die 27.404 verkauften Autos einen Zuwachs von bereinigt 1,8 Prozent.


Der Mercedes-Benz-Absatz sank um 3,7 Prozent auf 20.808 Fahrzeuge. Während die US-Tochter von Daimler von der Einstiegs-Modellreihe, der C-Klasse, fast 50 Prozent mehr Autos verkaufte, gingen die Absatzzahlen der E-Klasse um ein Viertel und die der großen S-Klasse sogar um ein Drittel zurück. Der Sportwagenhersteller Porsche lieferte in den USA und Kanada nur noch 2624 Autos an die Kunden aus – 24 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Zugelegt habe nur der Geländewagen Cayenne, hieß es.


Der größte US-Hersteller General Motors brachte in seinem Heimatmarkt 13 Prozent weniger Autos an die Kunden und lieferte damit noch 282.732 Fahrzeuge aus. Seine Produktionsprognose von 1,08 Millionen Fahrzeugen im zweiten Quartal behielt er aber bei.


Auch Toyota – gemessen am Marktanteil der zweitgrößte Hersteller auf dem US-Markt – verkaufte weniger: Insgesamt sank der US-Absatz des japanischen Konzerns um 3,4 Prozent auf 217.730 Stück. Bei der Marke Toyota betrug der Rückgang 2,9 Prozent, bei der Luxusmarke Lexus 6,9 Prozent. Der Konzern kündigte an, seine ursprüngliche Branchenprognose von 16 Millionen verkauften Fahrzeugen in den USA werde wohl nicht zu erreichen sein. Man rechne nun eher mit einer Zahl um 15,5 Millionen.

Ford bescherte der März einen Absatzeinbruch um 14 Prozent auf rund 227.000 Fahrzeuge. Der Pkw-Absatz des Unternehmens sank um 9,6 Prozent, bei den Nutzfahrzeugen betrug das Minus 16,7 Prozent. Die frühere Daimler-Tochter Chrysler büßte bereinigt sogar 19 Prozent ihres Absatzes ein.

Reuters/dma