Die Wirtschaft wird in diesem Jahr real um 2,25 Prozent statt der bisher vorhergesagten 1,9 Prozent zulegen, sagen Experten der Bundesbank voraus. Laut der jüngsten Prognose wird allerdings das Tempo nachlassen. Steigende Preise, die Abkühlung der Weltwirtschaft und der starke Euro würden die Konjunktur bremsen.


2009 werde der Zuwachs nur noch 1,25 Prozent statt 1,9 Prozent betragen. Die Bundesbank sorgt sich um die Inflation. Sie werde hoch bleiben und erst Ende 2008 wieder unter drei Prozent sinken. Als treibend macht die Bundesbank dabei rasant steigende Preise für Energie und Nahrungsmittel aus.

Auf dem Arbeitsmarkt werde sich die Lage weiter entspannen. Die Zahl der Erwerbstätigen werde in diesem und auch im kommenden Jahr nochmals zunehmen. Die Arbeitslosenquote sinke 2008 auf 7,8 Prozent und 2009 weiter bis auf 7,6 Prozent. 2007 betrug sie noch neun Prozent.


In ihrer halbjährlichen Vorhersage, die im vergangenen Dezember zum ersten Mal veröffentlicht worden war, schraubten die Bundesbank-Ökonomen ihre Prognose für die Inflationsrate in diesem Jahr von 2,3 auf 3,0 Prozent nach oben.


„Das Preisklima in Deutschland ist derzeit erheblich eingetrübt und dürfte sich nur allmählich aufhellen“, hieß es. Gegen Ende des Jahres sei eine leichte Entspannung möglich. Dennoch werde die Teuerungsrate auch 2009 nicht unter die Marke von zwei Prozent – dem Stabilitätsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) – fallen und 2,2 Prozent betragen. Bislang hatte die Bundesbank im kommenden Jahr mit einer Inflationsrate von 1,5 Prozent gerechnet.

dpa/Reuters/oht