In den vergangenen zwölf Monaten haben 688 Grundversorger ihre Tarife für das beste örtliche Angebot erhöht. Die durchschnittliche Preissteigerung der lokalen Unternehmen, die mindestens 50 der Haushalte und Firmen vor Ort versorgen, lag bei 5,1 Prozent, wie das Verbraucherportal Verivox für die „Bild am Sonntag“ errechnete.

Von den 100 stärksten Erhöhungen fanden demnach die meisten in Bayern statt: 61 Anbieter erhöhten ihre Preise in dem Freistaat. So hob der Versorger F.X. Mittermaier & Söhne GmbH im bayerischen Isen die Preise bei seinem günstigsten Tarif laut Verivox um ganze 26 Prozent an. Die Gemeindewerke Markt Lichtenau verlangten in ihrem günstigsten Tarif jeweils 19 Prozent mehr.


In Bayern hatten die großen regionalen Versorger 2006 nach Angaben von Verivox mit der Landesregierung vereinbart, im Jahr 2007 keine Strompreiserhöhungen vorzunehmen - dies holten sie offenbar 2008 nach.


Noch teurer konnte es für Kunden werden, die nicht Strom zum günstigsten Tarif, sondern zum Grundversorgungstarif bezogen. Diesen Tarif erhält jeder Kunde, der sich nicht aktiv für ein anderes Preismodell entscheidet. Die höchste Steigerung im Grundversorgungstarif verzeichnete Verivox laut „BamS“ bei den Gemeindewerken Markt Lichtenau mit 34 Prozent. Auch bei den Gemeindewerken Cadolzburg (32 Prozent) sind die Preise in dieser Tarifgruppe stark angestiegen.

AFP/oht