Phishing

WhatsApp-Betrug: Bundesamt warnt vor Mails von Kriminellen

Derzeit häufen sich Phishing-Fälle unter dem Logo von WhatsApp. Betrüger versenden Mails, fordern private Daten. Was man wissen muss.

WhatsApp: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor Phishing.

WhatsApp: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor Phishing.

Foto: Carsten Rehder / dpa

Berlin. Es ist inzwischen ein Klassiker Betrugsversuch: Benutzer vom Messenger-Service WhatsApp verunsichern, sie so zur Zahlung von Geldbeträgen bringen. Derzeit warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor einer neuen Masche. Es geht um Phishing, also das Fälschen von Internetseiten und Mails, um an Bankdaten zu kommen.

Laut der Warnung des BSI verschicken Kriminelle derzeit verstärkt falsche E-Mails im Namen von Whatsapp. In den Mails wird behauptet, das Jahresabo für den Messenger laufe ab – die Angeschriebenen werden aufgefordert, ihr Nutzerkonto zu aktualisieren – oder sein Abo zu verlängern.

WhatsApp: Phishing-Mails rufen zur Eingabe privater Daten auf

Dabei stammt die Mail keineswegs von dem amerikanischen Unternehmen. WhatsApp ist derzeit kostenlos. Wer den Anweisungen folgt, gelangt zu einer Seite, auf der er seine Bankdaten angeben soll – diese landen entsprechend nicht bei dem Messenger-Service, sondern bei Betrügern, die sie im schlimmsten Fall für Einkäufe und anderes missbrauchen.

Das Bundesamt empfiehlt Menschen, die auf den Trick hereingefallen, sich umgehend mit ihrem Kreditinstitut in Verbindung setzen. Zudem sollte Anzeige erstattet werden.

Im Namen großer Unternehmen: Wie man Phishing erkennen kann

Unter der Flagge berühmter Unternehmen arglose Internetnutzer anzuschreiben und private Daten abzufragen, ist eine extrem verbreitete Masche und betrifft von eBay bis Facebook eigentliche alle großen, besonders die digital agierenden Unternehmen dieser Welt.

Das Bundesamt hat einige Tipps herausgegeben, wie man sich schützen kann, dazu zählen unter anderem:

  • Die Absenderadresse überprüfen – oft verbergen sich dort kryptische Zeichenfolgen oder Namen, die eindeutig nicht zu dem Unternehmen gehören.
  • Die Anrede ist häufig nicht direkt, statt z.B. „Herr Müller“ wird dann „Lieber Kunde“ oder ähnliches geschrieben
  • Vertrauliche Daten wie PIN und TAN fragen seriöse Unternehmen eher nicht nebenbei in einer Mail ab
  • Nicht selten ist das Schriftbild schlecht, da es sich um computergenerierte Übersetzungen handelt
  • Es wird absolute Dringlichkeit vorgetäuscht („aktualisieren Sie sofort“), oft im Kontext von Drohungen („sonst sperren wir das Konto sofort“)

Betrüger nutzen seit der Umstellung häufig das TAN-Verfahren aus. Wer wichtige Tipps zur Datensicherheit befolgt, schützt sich im Netz. Vor wenigen Monaten warnte die Verbraucherzentrale vor Phishing-Mails bei der Sparkasse.

Nutzer von Huawei-Handys müssen sich umgewöhnen, WhatsApp ist nicht mehr vorinstalliert. Der Messenger steht politisch unter Beobachtung, zuletzt wollte Seehofer WhatsApp zwingen, Chats weiterzugeben. Im Mai wurde bekannt, dass eine WhatsApp-Sicherheitslücke Spionage-Software zuließ. (ses)