Mobilfunk

Auch O2 trickst beim iPhone die Telekom aus

Mit einem exklusiv ausgehandelten Vertrag wollte die Deutsche Telekom sich die Rechte für das beliebte iPhone von Apple für Deutschland sichern. Zuerst hat Vodafone einen Weg gefunden, wie sich die Exklusiv-Rechte umgehen lassen. Jetzt hat auch der Mobilfunkanbieter O2 eine Möglichkeit gefunden.

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Nach Vodafone und Simyo verkauft auch der Mobilfunker O2 das iPhone von Apple an seine Kunden. Das bestätigte das Unternehmen Morgenpost Online. Demnach will der Netzbetreiber ausgewählten Bestandskunden auf Nachfrage das Handy verkaufen. Unternehmenskreisen zufolge stellt sich O2 vorerst auf eine vierstellige Zahl an Geräten ein. O2 kauft die Handys im europäischen Ausland, wo das iPhone aufgrund von Verbrauchergesetzen ohne die Bindung an Netze abgegeben werden. Dazu zählen die Länder Belgien, Frankreich, Italien und die Tschechische Republik. Diese Handys sind daher mit allen Mobilfunkkarten nutzbar.

Im Gegensatz zu O2 geht Vodafone den Umweg über einen Fachhändler, der auf Nachfrage den Vodafone-Kunden ein Angebot macht. Wie viele Geräte auf diese Weise seit Anfang des Jahres verkauft wurden, will das Unternehmen nicht sagen. Die Deutsche Telekom weist darauf hin, dass nur sie als Exklusivpartner einen Service-Vertrag mit Apple habe. Der technische Kundenservice der Telekom sei eigens für dieses Gerät vom Hersteller geschult worden. Außerdem sei nur sie in der Lage, alle Funktionen des iPhones im Netz zu unterstützen. Insbesondere der visuelle Anrufbeantworter ist in Deutschland nur im T-Mobile-Netz verfügbar.

Die in Deutschland unabhängig von der Telekom vertriebenen iPhones 3GS liegen meist 100 bis 200 Euro über den Preisen, die im Ausland verlangt werden. O2 verkauft das Gerät mit einem 16 Gigabyte großen Speicher beispielsweise für 779 Euro und ermöglicht eine Ratenzahlung. Vodafone und O2 geben die Geräte vor allem an Kunden ab, die höhere Rechnungen haben als der Durchschnittsnutzer.