Wer das Handy verloren hat, gerät leicht in Panik – erst recht, wenn es geklaut wurde. Vor allem, weil mit dem Gerät auch Telefonnummern, wichtige Kontaktdaten, SMS, E-Mails und Fotos weg sind. Handy-Diebstähle lassen sich nicht immer verhindern. Computer Bild zeigt, wie Sie im Falle eines Falles Ihre Daten vor Unbefugten schützen oder eventuell sogar Ihr Mobiltelefon leichter zurückbekommen.

- Menüsperre: Erschwert Unbefugten den Zugriff auf das Handymenü – es lässt sich nicht bedienen.

- SIM-Sperre: Sperrt das Handy, wenn eine fremde SIM-Karte eingelegt wird oder benachrichtigt Sie darüber automatisch per SMS.

- Kindersicherung: Verhindert den Zugriff auf bestimmte Handy-Funktionen, zum Beispiel den Kauf von Handy-Programmen oder den Zugriff auf Fotos.

Immer mehr Handys haben drei weitere Pfeile gegen Langfinger im Köcher. Die treffen aber nur, wenn ein Dieb Ihre SIM-Karte nicht aus dem Handy nimmt. Computer Bild zeigt, wie Sie die Funktionen mit den Handys von Apple, Samsung, Motorola und HTC nutzen.

Einige Handys lassen sich auch per Software mit einem Diebstahlschutz nachrüsten. So verpasst das Programm Anti-Theft von F-Secure Smartphones mit Android-Betriebsprogramm, Symbian S60 oder Windows-Mobile eine Ortungs- und Sperrfunktion. Wie Sie das Programm nutzen, zeigt Computer Bild beispielhaft für Nokia-Handys. Nicht nur der Handy-Diebstahl hat böse Folgen. Auch wenn Unbefugte Ihr Handy in die Finger bekommen, droht Gefahr.

Gerade Eltern sind gebrannte Kinder – zum Beispiel, wenn ihre Sprösslinge am Mobiltelefon aus Versehen den Sperrcode ändern oder Telefonnummern löschen. Und wer möchte schon jedem neugierigen Zeitgenossen auf dem Silbertablett präsentieren, mit wem er telefoniert oder SMS austauscht? Der beste Schutz vor Schnüfflern und Spielkindern: Geben Sie das Handy nicht aus der Hand, lassen Sie es nicht herumliegen. Aber weil es manchmal doch passiert, sollten Sie zumindest die Menüsperre Ihres Handys einschalten und Kindersicherungs-Funktionen nutzen, sofern das Modell darüber verfügt. Sichern Sie regelmäßig die Daten Ihres Smartphones auf dem Computer. Das klappt bei allen Mobiltelefonen mit Computer-Anschluss mithilfe der Software, die dem Gerät beiliegt. Ist das Telefon weg, müssen Sie nicht mühsam Ihr komplettes Telefonbuch rekonstruieren.

So sollten Sie reagieren

Klar, kurz ärgern dürfen Sie sich schon, aber dann sollten Sie mit kühlem Kopf reagieren. Gehen Sie so vor:

- Eigene Rufnummer anrufen: Die einfachste Methode, um in der Wohnung verlegte Handys wiederzufinden oder ehrliche Finder anzusprechen. Das sollten Sie schnell tun, bevor der Akku leer ist.

- Beim Netzbetreiber SIM-Karte sperren: Warten Sie damit nicht zu lange, sonst telefoniert ein Dieb auf Ihre Kosten. Ordern Sie gleichzeitig eine Ersatzkarte, um schnell wieder erreichbar zu sein. Dafür sind je nach Netzbetreiber bis zu 25 Euro fällig.

- Anzeige erstatten: Geben Sie bei der Polizei außer der Modellbezeichnung auch die sogenannte IMEI-Nummer an. Das ist eine Art Nummernschild fürs Handy. Damit lässt sich das Gerät eindeutig wiedererkennen, falls es wieder auftaucht. Die IMEI-Nummer erscheint auf der Handy-Anzeige, wenn Sie *#06# eintippen. Außerdem steht die IMEI-Nummer auf einem Aufkleber am Handy-Karton.

Handys sind bei Verlust selten über die Hausrat- oder Auto-Versicherungen abgesichert. Es gibt aber spezielle Handy-Versicherungen. Laut Werbung leisten sie nicht nur bei Verlust Ersatz, sondern auch, wenn das Mobiltelefon kaputtgeht. Aber: In der Praxis lohnt sich der Abschluss einer solchen Police nicht. Die Gründe:

- Hohe Kosten: Die Policen kosten zwischen 1,45 Euro und 7,95 pro Monat oder Sie zahlen eine Einmalgebühr von 60 bis 80 Euro. Das steht in keinem Verhältnis zu den Anschaffungskosten des Gerätes.

- Unnötiger Zeitdruck: Versicherungen gibt es bei vielen Anbietern nur für Handys, die bei Versicherungsabschluss nicht älter als drei Monate sind.

- Hoher Selbstbehalt: Alle Versicherungen verlangen im Schadensfall einen Selbstbehalt zwischen 15 und 60 Euro, sodass sich der Abschluss nur bei Mobiltelefonen ab rund 120 Euro Kaufpreis rechnet. Aber: Auch für sehr teure Handys lohnt sich der Abschluss in der Regel nicht, denn die meisten Versicherungen ersetzen lediglich zwischen 150 Euro und 350 Euro. Höhere Deckung gibt es nur gegen Zahlung erheblich höherer Prämien.

- Klau ist nicht gleich Klau: Wird das Mobiltelefon gestohlen, wenn es ungesichert herumliegt, zahlt kaum eine Versicherung. Die Mehrzahl der Versicherungen zahlt nur, wenn ein Handy bei einem Einbruch abhanden kommt – die meisten Langfinger fischen die begehrten Geräte aber aus offenen Taschen oder Jacken.

Schwacher Trost: Nur wenn das Handy gewaltsam den Besitzer wechselt, zahlt ein Großteil der Versicherungen. Aber eben nicht alle.

SIM-Karte sperren: Nummern der Provider (Quelle: Teltarif.de)

Quelle: Computer Bild.

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