Angepasste Geschwindigkeit
Medion setzt im Akoya P6622 auf Intels neuen Notebook-Prozessor Core i3 350M. Der führte sich im Testlabor auch gleich gut ein und sorgte sowohl bei der Arbeit mit Büroprogrammen als auch bei der Musik-, Foto- und Videobearbeitung für ein sehr flottes Tempo. Erfreulich: Das Akoya blieb bei allen Testaufgaben angenehm leise.
Erstmals in einem Medion-Notebook gibt es auch Nvidias Anfang Januar 2010 angekündigte Grafiktechnik „Optimus“: Sie schaltet automatisch zwischen dem Grafikchip im Core i3 und dem leistungsfähigeren Nvidia-Grafikprozessor Geforce 310M hin und her. So passt das Notebook die Leistung an den aktuellen Bedarf der Programme und Spiele an.
Ein Spielchen zwischendurch
Bei DirectX-9-Spielen berechnete der Grafikchip im Durchschnitt 35 Bilder pro Sekunde, bei DirectX-10 waren es 27. Damit lassen sich viele Spiele ohne Bildruckler genießen. Grafisch aufwendige Spiele laufen aber nur mit verringerter Qualitätsstufe ruckelfrei. Die Automatik funktionierte nicht immer wie gewünscht: Beim Spiel „TM Nations“ etwa lief der Grafikprozessor nur mit angezogener Handbremse und berechnete lahme 15 Bilder pro Sekunde.
Sparsam, leise und ausdauernd
Erfreulicher Nebeneffekt von Optimus ist der geringere Stromverbrauch. Andere Notebooks mit vergleichbarer Grafikleistung machen im Akku-Betrieb viel schneller schlapp. Das Akoya hielt beim Arbeiten fast vier Stunden, beim Gucken von Filmen rund dreieinhalb Stunden durch und blieb in allen Betriebszuständen sehr leise.
Bildschirm, Brenner oder Bass-Bums?
Das Medion-Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung ist gut entspiegelt, zeigte gute Bildqualität und schnellen Bildaufbau. Der DVD-Brenner liest und beschreibt alle CD- und DVD-Arten und arbeitete im Test zuverlässig. Innovativ: Der Brenner lässt sich einfach herausnehmen und gegen eine zweite 500-Gigabyte-Festplatte (89 Euro) oder einen Bass-Lautsprecher (39 Euro) tauschen. Beides ist ab März 2010 bei Medion erhältlich.
Speicher und Ausstattung
Mit rund 466 Gigabyte bietet die Festplatte reichlich Speicherplatz. Für kabellose Verbindungen zu anderen PCs oder ins Internet ist schnelles WLAN eingebaut; Bluetooth fehlt. Das Software-Paket ist sehr umfangreich.
Fazit: Das Akoya P6622 ist ein leistungsfähiges und für 599 Euro sehr günstiges Notebook. Auch die Ausstattung ist prima: große Festplatte, WLAN, leistungsfähiger Akku, entspiegelter Bildschirm.
Testergebnis: gut
Note: 2,0
Vorteile:
- Sehr hohe Arbeitsgeschwindigkeit
- Entspiegelter Bildschirm
- Sehr große Festplatte
- Lange Akku-Laufzeit
- Leises Betriebsgeräusch
Nachteile:
- keine
Technische Daten
Weitere Testdetails zum Medion Akoya P6622 finden Sie in der Computerbild-Ausgabe 5/2010 (Erscheinungstermin: 15. Februar 2010).




