WikiLeaks-Affäre

FBI nimmt in den USA 14 mutmaßliche Hacker fest

Nach einer Attacken auf mehrere Finanzunternehmen wie PayPal, Visa und MasterCard hat die US-Bundespolizei FBI zugeschlagen: Bei 35 Razzien wurden 14 mutmaßliche Hacker festgenommen. Ihnen werden Verschwörung und Computervergehen vorgeworfen.

Foto: dpa / dpa/DPA

Die US-Bundespolizei FBI hat am Dienstag 14 mutmaßliche Hacker im Zusammenhang mit Angriffen auf Firmen-Websites nach der WikiLeaks-Affäre festgenommen. Den Personen im Alter von 20 bis 42 Jahren wird unter anderem Verschwörung und Computervergehen vorgeworfen.

Im Dezember hatte eine Hackgruppe mit dem Namen Anonymous mehrere Finanzunternehmen wie PayPal, Visa und MasterCard angegriffen. Diese hatten sich geschäftlich von WikiLeaks getrennt, nachdem die Enthüllungswebsite Tausende vertrauliche US-Dokumente veröffentlicht hatte.

Die insgesamt 35 Razzien in mehreren US-Bundesstaaten waren nach Angaben der Bundespolizei FBI Teil einer Ermittlung zu „koordinierten Cyber-Attacken gegen große Unternehmen und Organisationen“.

Fünf weitere mutmaßliche Hacker wurden den Angaben zufolge in Großbritannien und den Niederlanden festgenommen. Ihnen werde Verschwörung sowie „vorsätzliche Beschädigung geschützter Computer“ vorgeworfen, teilte das FBI am Dienstag mit.

Nach der von zwei Schwedinnen im Dezember hatten Unterstützer der Enthüllungsplattform Cyber-Attacken gegen Unternehmen gestartet, die ihre Zusammenarbeit mit der Internetplattform eingestellt hatten. Schlagzeilen machte Anonymous außerdem mit einer Serie von Attacken gegen Websites von Scientology.