Wann ist die Zeitumstellung?
Jedes Jahr werden die Uhren am letzten Oktoberwochenende von der Sommerzeit auf die Winterzeit umgestellt. So findet auch in diesem Jahr die Zeitumstellung am Sonntag, 29.Oktober, statt.
In welche Richtung stellt man die Uhr zur Winterzeit?
Wenn man es ganz genau nimmt, stellt man die Uhr am Sonntag, 29. Oktober, um 3 Uhr früh eine Stunde zurück. Das bedeutet, dass man zum Sonntag hin eine Stunde länger schlafen kann, es aber gleichzeitig auch eine Stunde früher dunkel wird.
Wie kann man sich merken, in welche Richtung die Uhr gestellt wird?
Es gibt hier ganz einfache Eselsbrücken. Im Sommer holt man den Grill aus dem Keller vor in den Garten. Im Winter wird der Grill wieder in den Keller zurückgestellt. Hier gilt dann auch die 2-3-2 Regel, denn im Sommer wird von 2 auf drei vorgestellt und im Winter von 3 auf 2 zurückgestellt.
Wie spürt man die Zeitumstellung?
Mit der Umstellung wird es morgens eine Stunde früher hell, allerdings wird es abends auch wieder früher dunkel. Darum sollte man gerade auf dem Heimweg von der Arbeit vorsichtig sein und immer seine Fahrzeuglichter kontrollieren, bevor man losfährt. Denn abends wird man diese mit Sicherheit benutzen müssen.
Zeitumstellung am Smartphone: Muss man die iPhone/Android Einstellungen bearbeiten?
Moderne Smartphones, ob iPhone oder Android Gerät stellen sich automatisch von der Sommerzeit um, wenn man die Funktion im Gerät aktiviert hat.
Wie man die automatische Zeitumstellungs-Funktion am Smartphone aktiviert:
Android:
im Menü “Einstellungen” unter “Datum & Uhrzeit” den Punkt “Autom. Datum / Uhrzeit” aktivieren.
iPhone:
Unter den Einstellungen “Allgemein” auswählen“Datum & Uhrzeit” auswählen und“Automatisch einstellen” aktivieren.
Wenn man diese Funktion aktiviert hat, kann man getrost davon ausgehen, dass sich das Handy selbst auf die Winterzeit 2017 einstellt.
Welche Uhren muss man selbst auf die Winterzeit umstellen?
Besitzer von analogen oder digitalen Armbanduhren, Standuhren, Auto-Uhren und anderen, nicht als “Funk-Uhren” gekennzeichneten Uhren müssen die Umstellung noch von Hand vornehmen. Oft sind auch herkömmliche Radiowecker noch von Hand eine Stunde zurück zu stellen, da sich diese nicht automatisch bei der Zeitumstellung umstellen. Ohne eine manuelle Zeitumstellung kommen jedoch Funk-Uhren aus. Diese erhalten ein automatisches Zeit-Signal von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig übermittelt und stellen sich entsprechend automatisch auf die Winterzeit 2017 um.
Zeitumstellung 2017 auf die Winterzeit: Wird die Zeit überall gleichzeitig umgestellt?
Die Antwort ist ganz klar: Nein! - In großen Teilen der Welt findet überhaupt keine Zeitumstellung statt. So haben wir in unserer Info-Grafik dargestellt, an welchen Tagen wo auf der Nordhalbkugel die Zeit umgestellt wird. In manchen Ländern gibt es auch Zonen, die von der Zeitumstellung befreit sind. So findet z.B. innerhalb Europas die Zeitumstellung am 29.10.2017 statt, allerdings variiert die lokale Zeit von z.B. vier Uhr auf drei Uhr in Lettland, der Ukraine und anderen östlichen Gefilden, während die Winterzeit in Österreich, Deutschland und der Schweiz immer von drei Uhr an Einzug hält.
In großen Ländern wie den USA, Kanada und Mexiko gibt es auch einzelne Regionen an denen die Zeit nicht - oder sogar früher als zum eigentlichen Datum, dem 05. November, umgestellt wird. An diesem Datum werden dann auch die französischen Überseegebiete umgestellt.
Warum wird das überhaupt gemacht?
Die Einführung der Sommerzeit wurde zunächst von Benjamin Franklin vorgeschlagen, um dem Tag mehr Sonnenlicht abzugewinnen. In Deutschland wurde die Zeitumstellung im Jahre 1916 als “Energiesparende Maßnahme” zu Kriegszeiten eingeführt und dies wurde noch im selben Jahr von den Kriegsgegnern Frankreich und Großbritannien übernommen. Nachdem die “ungeliebte Kriegsmaßnahme” im Deutschen Reich 1919 wieder abgeschafft wurde, hatten es auch andere Länder zwischenzeitlich eingeführt - oder auch abgeschafft.
In Deutschland wurde die Zeitumstellung zuletzt 1980 eingeführt. Sie gilt als ein Relikt der Ölkrise von 1973. Durch die Einführung der Zeitumstellung erhoffte man sich damals, im Winter weniger auf künstliches Licht angewiesen zu sein. Darum wurde in Deutschland zur bestehenden Winterzeit zusätzlich die Sommerzeit eingeführt. So wurde 1980 im März die Sommerzeit eingeführt und damals erstmalig die Uhren eine Stunde vorgestellt.
Was bringt die Zeitumstellung für die Umwelt?
Das Umwelt-Bundesamt erläutert in einer Stellungnahme zum Nutzen der Zeitumstellung vom Oktober 2009: “Durch das Vor- und Zurückstellen der Uhren sparen wir keine Energie: Zwar knipsen die Bürgerinnen und Bürger im Sommer abends weniger häufig das Licht an, allerdings heizen sie im Frühjahr und im Herbst in den Morgenstunden auch mehr – das hebt sich gegenseitig auf.” Laut Umweltbundesamt kann man allerdings durch bewusstes Heizen wesentlich mehr Energie- und Heizkosten einsparen.
Ist die Zeitumstellung überhaupt noch notwendig?
An Hand einer repräsentativen Umfrage zum Thema “Zeitumstellung” des Meinungsforschungsinstitutes Forsa, die im Auftrag der Krankenkasse dak im Oktober diesen Jahres in Baden Württemberg durchgeführt wurde, halten lediglich 27 Prozent der Bevölkerung die Zeitumstellung für sinnvoll. Ein Großteil der Umfrage-Teilnehmer (70 Prozent) findet, dass “die Zeitumstellung überflüssig ist und abgeschafft werden sollte". - Jedoch schätzt eine knappe Mehrheit von 52 Prozent dieses Vorhaben als unrealistisch ein.
Hat die Zeitumstellung gesundheitliche Auswirkungen und wie kann man dem entgegenwirken?
Laut der oben genannten Umfrage haben sind rund 25 Prozent aller befragten Erwerbstätigen auf Grund der Zeitumstellung schon einmal zu spät zur Arbeit gekommen. Rund 18 Prozent der befragten Männer und 31 Prozent der Frauen hatten insofern schon einmal Probleme mit der Zeitumstellung gehabt. In der Gruppe der Leute, die ein Problem mit der Zeitumstellung haben, fühlen sich die meisten erschöpft oder haben Einschlafstörungen. Um sich an diesen Mini-Jet-Lag schneller zu gewöhnen, kann man versuchen, an den Abenden zuvor ein bisschen später schlafen zu gehen als normal.


