Im vergangenen Jahr haben Klinikärzte 14,9 Millionen Operationen an stationär behandelten Patienten vorgenommen – vier Prozent mehr als 2009, wie das Statische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.
Mit gut 42 Prozent entfiel demnach der größte Anteil der Operationen auf die über 65-jährigen Patienten. Zu den häufigsten Eingriffen in dieser Altersgruppe zählten Operationen an Darm und Hüftgelenken.
Bei den 45- bis 64-jährigen Patienten spielten den Statistikern zufolge Eingriffe am Gelenkknorpel und an den Menisken eine große Rolle. Bei Frauen im Alter zwischen 15 und 44 Jahren standen Operationen im Zusammenhang mit Entbindungen im Vordergrund.
Bei Männern dieser Altersgruppe erfolgten in erster Linie operative Eingriffe an der unteren Nasenmuschel sowie arthroskopische Operationen am Gelenkknorpel und an den Menisken. Bei Kindern bis 14 Jahren gehörte die Entfernung der Rachenmandeln zu den häufigsten Eingriffen.
Insgesamt wurden rund 47 Millionen medizinische Prozeduren durchgeführt, zu denen auch Operationen zählen. Das waren 5,2 Prozent mehr als im Jahr 2009. Neben den 14,9 Millionen Operationen wurden 12,7 Millionen nichtoperative therapeutische Maßnahmen und 9,4 Millionen diagnostische Maßnahmen vorgenommen.
Der Rest verteilte sich auf die bildgebende Diagnostik (8,4 Millionen), ergänzende Maßnahmen wie zum Beispiel geburtsbegleitende Behandlungen (1,6 Millionen) sowie die Verabreichung von speziellen Medikamenten (0,3 Millionen).
AFP/BMO/cb




