Das Umweltbundesamt (UBA) warnt vor zu hoher Lärmbelstung in Deutschland. Anlass für die Warnung ist der internationale „Tag gegen Lärm“. Etwa 13 Millionen Deutsche seien mit Geräuschpegeln belastet, die Gesundheitsrisiken und Schlafstörungen verursachten. Als größte Störung werde bei Umfragen Straßenverkehrslärm angesehen. „Leider herrscht in einigen Städten und Gemeinden noch zu viel Ruhe um den Lärm“, sagt UBA-Präsident Prof. Andreas Troge.
Der nordrhein-westfälische Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) ruft dazu auf, Kinder und Jugendliche frühzeitig über die Gefahren und Folgen von Alltagslärm aufzuklären. „Vor allem die Gefahr von zu lauter Musik wird von jungen Menschen oft unterschätzt“, sagt Uhlenberg. Bereits nach fünf Jahren Dauerbeschallung über Kopfhörer könne ein unheilbarer Hörschaden entstehen.
Der diesjährige Tag steht unter dem Motto „Horch, was kommt von draußen rein!“. Im Mittelpunkt stehen alle Geräusche, die im täglichen Leben zu Hause oder am Arbeitsplatz allgegenwärtig sind und vor allem in der eigenen Wohnung zur Belastung werden können. Aber auch der Bau-, Gewerbe- und Freizeitlärm soll in das Blickfeld der Öffentlichkeit rücken.
dpa/LF




