Gesundheit

Blutdruck steigt im Winter höher als im Sommer

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Der Blutdruck unterliegt jahreszeitlichen Schwankungen: Die Werte sind im Winter in der Regel höher als im Sommer. Einer neuen Studie zufolge sind ältere Menschen besonders von einem höheren Blutdruck in der kalten Jahreszeit betroffen. Forscher rätseln noch, warum das so ist.

Im Winter ist der Blutdruck höher als während der warmen Jahreszeiten. Vor allem ältere Menschen sollten daher gerade im Winter regelmäßig ihren Blutdruck kontrollieren und zu hohe Werte behandeln lassen, rät der Berufsverband Deutscher Internisten.


Wie die Außentemperatur den Blutdruck beeinflusst, sei noch nicht im Detail geklärt. „Die durch niedrigere Außentemperatur aktivierte körpereigene Temperaturregulation spielt hierbei sicher eine wesentliche Rolle“, erklärt der Münchner Kardiologe Wolfram Delius.


Wenn es draußen kalt ist, ziehen sich laut dem Professor die Arterien und Kapillaren zusammen, um den Blutfluss zu verringern und möglichst wenig Wärme über das Blut zu verlieren - als Folge steige der Gefäßwiderstand und damit der Blutdruck. „Im Sommer muss der Körper dagegen eher Wärme abgeben, so dass die Blutgefäße weit gestellt werden und der Blutdruck sinkt“, erklärt Delius.

Auch jüngere Menschen mit Bluthochdruck sollten deshalb im Winter besonders auf ihren Blutdruck achten und eventuell ihre blutdrucksenkende Medikation erhöhen; das Umgekehrte gilt bei Aufenthalt in sehr warmen Regionen.


Laut der Studie lässt sich die Blutdruck-Anpassung aber nicht von kurzfristigen Temperaturschwankungen beeinflussen, denn die jahreszeitlichen Unterschiede waren messbar, obwohl sämtliche Messungen bei Raumtemperaturen um 20 Grad vorgenommen wurden. Auch Luftdruckänderungen haben demnach keinen Einfluss auf den Blutdruck.

( AP/OC )