Je südlicher ein Land liegt, desto mehr Eis essen seine Einwohner? Stimmt nicht, das Gegenteil ist der Fall: In Finnland essen die Menschen am meisten Eis, in Portugal am wenigsten. Und Deutschland liegt mit einem jährlichen Verbrauch von rund acht Litern Markeneis im europäischen Mittelfeld.
Vanille, Erdbeere und Schokolade – das sind die liebsten Sorten der Deutschen. In den Verkaufszahlen aller Markeneishersteller führt zwar Schokolade die Rangliste an, aber in anderen Umfragen liegt mal Vanille, mal Erdbeere vorn. Stracciatella erfreut sich aber immer größerer Beliebtheit, sie kommt dem dritten Platz von Jahr zu Jahr näher.
Eine Eis-Mischung aus Vanille, Schokolade und Erdbeere, die sich Fürst-Pückler-Eis nennt, ist eine Kreation, die 1839 im königlich-preußischen Kochbuch zum ersten Mal erwähnt wird. Der damalige Hofkoch widmete sein dreischichtiges Eis dem Parkgestalter Hermann von Pückler-Muskau. Heute liegt die Fürst-Pückler-Schnitte, ein Eisklumpen, eingeklemmt zwischen zwei Waffeln, in jedem Kühlregal.
Für einen aromatischen Vanille-Geschmack sollten Verbraucher darauf achten, dass im Eis tatsächlich Vanillemark aus der Schote steckt. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest ergab nämlich: Von 22 Sorten enthielten acht verfälschte und zehn nur geringe Mengen Vanille. Zwei Sorten waren sogar mit synthetischer Vanille aromatisiert.
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