Der Ramadan fällt in diesem Jahr in den Spätsommer. Vom 21. August bis 19. September – die exakten Zeiten variieren je nach Ort – sind Muslime gehalten, von Sonnenaufgang bis -untergang auf Essen und Trinken komplett zu verzichten. Als chronisch Kranke sind Muslime mit Diabetes zwar nicht zum Fasten verpflichtet. Viele Gläubige bestünden jedoch darauf, den Ramadan einzuhalten, sagt Parmakerli in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift" . Er rät den Diabetikern aber dringend zu ärztlicher Begleitung in dieser Zeit.
Den meisten Patienten gelinge die Umstellung ohne größere Probleme, erklärt der Mediziner, der in der Deutschen Diabetes-Gesellschaft Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Migranten ist. Aufpassen müssten sie allerdings mit der morgendlichen Dosierung von Insulin und anderen Medikamenten, die eine gefährliche Unterzuckerung, also eine sogenannte Hypoglykämie, auslösen könnten.
Da während des Ramadan nach Sonnenuntergang insgesamt oft üppiger gegessen werde als in den anderen Monaten, könne sich die Blutzuckereinstellung während dieser Zeit verschlechtern, warnt Parmakerli. Die meisten Patienten könnten dies aber wieder ausgleichen, sobald sie wieder normal essen dürften.
AP/LF





