Gesundheit

Rauchen verschlimmert Rheuma

Rauchen ist für Patienten mit rheumatoider Arthritis besonders schädlich. Bei Rauchern ließen sich in 71 Prozent der Fälle häufiger Rheumafaktoren im Blut nachweisen als bei Patienten, die nur zeitweise in der Vergangenheit oder niemals geraucht haben. Das Schlimme: Medikamente wirken bei Rauchern nicht mehr so gut.

Foto: picture-alliance/ dpa / pa

„Die Chance, dass sich die Anzahl der entzündeten, druckschmerzhaften und geschwollenen Gelenke durch eine Therapie verringert und damit die Schmerzbelastung lindern lässt, ist bei rauchenden Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) nur etwa halb so groß wie bei nicht rauchenden“, sagt Edmund Edelmann von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie unter Berufung auf eine Studie des Deutschen Rheumaforschungszentrums .

Rauchende RA -Patienten brauchen mehr Medikamente: „Zigarettenkonsum schwächt anscheinend die Wirkung der uns krankheitskontrollierenden Medikamente ab beziehungsweise steigert die Krankheitsaktivität, so dass für die Betroffenen eine intensivierte medikamentöse Kontrolle erforderlich wird“, sagt Edelmann.

Mit der Menge der eingesetzten Arzneimittel wachse auch das Risiko von Nebenwirkungen. Neueren Untersuchungen zufolge sinke dagegen der Bedarf an langwirksamen Antirheumatika deutlich, wenn Patienten mit dem Rauchen aufhören.

Rauchen erhöht zudem das Erkrankungsrisiko, wenn in der Familie eine genetische Vorbelastung besteht. „Für Raucher, die zum Beispiel über zwanzig Jahre lang pro Tag eine halbe Packung Zigaretten konsumiert haben, ist das Risiko einer Erkrankung an RA im Vergleich zu Nichtrauchern fast doppelt so groß.

Rauchen die Betroffenen weiter, steigt ihr Risiko einer Erkrankung kontinuierlich an“, sagt Edelmann. Nichtrauchen sei dagegen eine gute Schutzmaßnahme, insbesondere für Menschen mit familiärer Vorbelastung.

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