Lebensmittel

Foodwatch prangert Salzgehalt in Kinderwurst an

Von Feri-Fuchs-Würstchen bis zu "Bob der Baumeister"-Wiener: Die Verbraucherorganisation foodwatch entlarvt irreführende Werbung für Kinderwurst.

Verbraucherschützer haben den hohen Salzgehalt in Kinderwurst kritisiert. Die „Ferdi Fuchs Mini Würstchen“ der Firma Stockmeyer enthielten mit zwei Gramm Salz pro hundert Gramm Wurst den gleichen Salzgehalt wie Erwachsenenprodukte. Neben Stockmeyer würden aber auch andere Hersteller hohe Salzgehalte in Kinder-Wurst hinter Gesundheitsaussagen, heißt es in einer in Berlin veröffentlichten Mitteilung der Organisation Foodwatch.

Obwohl die Kinderartikel als gesund beworben würden, seien sie damit nicht auf die Ernährungsbedürfnisse von Kindern abgestimmt. Foodwatch kritisierte den „Etikettenschwindel“.

„Kinder essen ohnehin schon zu viel Salz. Den Eltern ein so salziges Produkt als täglichen Beitrag zur gesunden Ernährung zu verkaufen, entlarvt sich schnell als Etikettenschwindel – ehrlicher wäre es, von einem täglichen Beitrag zu späterem Bluthochdruck zu reden “, so Anne Markwardt, Leiterin der foodwatch-Kampagne abgespeist.de .

Ein zu hoher Salzgehalt im Essen erhöht nach Angaben der Verbraucherschützer bei Kindern das Risiko, später an Bluthochdruck zu leiden. Das könne zu Nierenschäden, Schlaganfällen oder Herzinfarkten führen. Auch andere Hersteller bewerben Foodwatch zufolge Kinderwurstwaren als „gesund“, die einen hohen Salzgehalt aufweisen.

Foodwatch wendet sich mit seiner Kampagne gegen irreführende Werbepraktiken von Lebensmittelherstellern. Dazu stellt die Organisation auf ihrer Internetseite regelmäßig Produkte vor, die nach ihren Angaben nicht das halten, was sie versprechen.

( AFP/OC )