Führende Aids-Forscher haben im Kampf gegen die Krankheit an afrikanische Führer appelliert, eine Kampagne für einen Monat sexueller Abstinenz zu propagieren. Das berichtet der britische "Guardian".

Die Wissenschaftler sind sicher, dass eine sexfreie Zeit die Zahl der Neuinfektionen grundlegend verringern könnte. Sie haben bei Studien herausgefunden, dass ein neu infizierter Aids-Kranker die Krankheit meist innerhalb eines Monats nach der Ansteckung überträgt. Eine Abstinenz könnte die Quote der Neuinfektionen um 45 Prozent senken.

Gleichzeitig warnte in Deutschland die Aids-Stiftung vor den Folgen des von der Regierung geplanten Sparpakets. Es könnte die soziale Lage vieler HIV-Infizierter und Aids-Kranker verschlechtern.

Besonders den Arbeitsprojekten für HIV-Infizierte drohe das Aus, sagte der Geschäftsführer der Aids-Stiftung, Ulrich Heide, am Montag beim Jahresbericht der Stiftung in Düsseldorf. „Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das das Ende für viele dieser Projekte.“

mh/fp/dpa