Mit der weltweit größten Psychotherapie-Studie will das Max-Planck-Institut (MPI) für Psychiatrie in München die biologische Wirksamkeit von Psychotherapien im Körper nachweisen. Dafür sollen acht Jahre lang rund 1000 Patienten untersucht werden, wie das MPI mitteilte.
Die Teilnehmer bekommen per Zufallsverfahren jeweils eine von drei Behandlungen zugewiesen: eine kognitive Verhaltenstherapie, eine Kombination von Verhaltenstherapie mit psychodynamischen Konzepten, bei der mehr auf Emotionen und prägende Erfahrungen eingegangen wird, oder eine individuelle unterstützende Behandlung. Zunächst in einem Zeitraum von acht Wochen sollen sie jeweils 32 Sitzungen absolvieren, die für eine spätere Auswertung gefilmt werden. Neben Blutproben sind in dieser Zeit auch Kernspin-Untersuchungen oder Gedächtnis-Tests geplant. „Aktuell wissen wir noch zu wenig darüber, welcher Patient von welcher Form der Therapie wie und warum profitiert. Das möchten wir ändern“, sagt Johannes Kopf-Beck, wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Studienleiter. Mit diesem Ziel leistet die Studie einen wichtigen Schritt hin zu einer personalisierten Psychotherapie.
dpa

