Glückwünsche

"Frohes Neues Jahr" oder "Frohes neues Jahr" - und bis wann?

Nach Silvester wünscht man sich Gutes. Aber wie war noch mal die richtige Schreibweise? Und bis wann grüßt man so? Hier die Antwort.

Glückwünsche fürs neue Jahr: Das muss man wissen

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Berlin. 
  • 2020 ist schon ein paar Tage alt. Doch wie lange darf man "Frohes neues Jahr" wünschen?


  • Neujahrsgrüße gehören zum guten Ton - auch im Beruf

  • Doch wie wünscht man sie sich richtig? Und vor allem: Wie lange kann man sich eigentlich noch ein "frohes Neues Jahr" wünschen?

  • Oder hieß es doch ein "frohes neues Jahr"? Wie schreibt man denn nun die Neujahrswünsche?

  • Wir haben die Antworten, damit es korrekt ins neue Jahr geht

Silvester ist gefeiert, das neue Jahr begrüßt - und mündlich hat man seinen Lieben dabei sicher schon längst ein paar gute Wünsche mit auf den Weg gegeben. Vielen reicht das aber nicht. Auch Freunde und Bekannte, mit denen man nicht persönlich zusammen gefeiert hat, wollen schließlich noch mit guten Wünschen ins neue Jahr 2020 geschickt werden. Aber wie schreibt man das gleich noch mal richtig?

Es ist noch gar nicht so lange her, da musste das Adjektiv "neues" in dem Gruß noch zwingend klein geschrieben werden. Wie Sprachexperte Bastian Sick in seiner Kolumne „Zwiebelfisch“ im Jahr 2012 schrieb, galten dabei dieselben Regeln wie für alle anderen Adjektive.

Das „frohe neue Jahr“ war demnach nicht als feststehender Begriff oder Name anerkannt, wodurch eine komplette Großschreibung erlaubt gewesen wäre. Das änderte sich aber 2017 - seitdem gilt das "Neue Jahr" genau wie etwa der „Neue Markt“ oder die „Neue Deutsche Welle“ als feststehender Begriff.

Dementsprechend angenehm ist die Konsequenz für alle Schreibenden: Beide Schreibweisen sind zulässig, "frohes neues Jahr" genauso wie "frohes Neues Jahr".

"Frohes neues Jahr": Bis wann darf man sich das wünschen?

Unklarheit herrscht aber nicht nur über die richtige Rechtschreibung von Wünschen zum neuen Jahr. Auch die Frage, bis wann Neujahrsgrüße überhaupt noch angebracht, stellen sich viele Menschen. Ab wann gelten sie als verspätet und schlechter Stil?

Als Faustformel gilt: Mitte Januar sollte Schluss sein mit den Wünschen. „Man sagt, dass das neue Jahr danach schon zu alt ist“, erläutert Karrierecoach Carolin Lüdemann. Das gilt auch für Neujahrsgrüße per Brief oder Postkarte. Die Grüße auf Papier sollten Anfang Januar möglichst schnell in den Briefkasten, damit sie bis spätestens zur Monatsmitte beim Empfänger ankommen, rät Lüdemann. Diese Regel gelte auch für private Post.

Ein frohes neues Jahr kann man auch noch nach Mitte Januar wünschen

Das heißt aber nicht, dass das neue Jahr nach dem 15. Januar kein Gesprächseinstieg mehr sein darf. Das Thema sollte dann nur anders verpackt werden. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel der Satz „Ich hoffe, das neue Jahr hat gut für Sie begonnen“, empfiehlt Lüdemann. „Damit greift man das zwar auf, bleibt aber offener.“

Das Internetportal stil.de lässt noch ein wenig mehr Spielraum bei der Frage nach dem Ablaufdatum des Neujahrsgrußes. Treffe man langjährige Geschäftspartner oder Kollegen erst Ende Januar, sei ein „frohes neues Jahr“ noch kein Zeichen schlechten Stils.

(dpa/ac/ba/les)