Berlin

Für den Einkauf im Internet reicht ein Passwort nicht mehr

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Ab November gelten für Verbraucher neue Regeln

Berlin.  Verbraucher müssen sich ab November auf neue Vorschriften einstellen. Sie können künftig Elektroschrott bei ihrem Händler abgeben, können allerdings nicht mehr so einfach umziehen wie bisher. Ein Überblick.

Neues Meldegesetz

Mieter müssen ab 1. November eine Einzugsbestätigung vorlegen, wenn sie sich beim Einwohnermeldeamt anmelden. Dafür haben sie höchstens zwei Wochen nach dem Einzug Zeit. Auch der Vermieter oder eine beauftragte Person wie der Hausverwalter müssen innerhalb dieser Frist schriftlich oder elektronisch den Einzug bestätigen. Sonst können Geldbußen in Höhe von 1000 Euro fällig werden. Stellt der Vermieter eine falsche Bescheinigung aus, droht ihm sogar eine Strafe von 50.000 Euro. In der Bestätigung müssen Name und Anschrift des Wohnungsgebers stehen, sowie das Ein- oder Auszugsdatum, die Anschrift der Wohnung und die Namen aller Personen, die einziehen. Durch die Regelung sollen Scheinanmeldungen verhindert werden.

Elektroschrott

Elektrohändler wie zum Beispiel Mediamarkt, Saturn oder Promarkt müssen ab sofort in ihren Filialen alte Elektrogeräte zurücknehmen. Das gilt für alle kleineren Geräte mit einer maximalen Kantenlänge von 25 Zentimetern. Oberhalb dieser Grenze ist der Handel nicht zur kostenlosen Rücknahme verpflichtet. Ein Kaufbeleg muss für die Rückgabe nicht vorgelegt werden. Größere Geräte müssen die Märkte nur dann entgegennehmen, wenn der Verbraucher ein gleichwertiges Neugerät kauft oder eine Gebühr bezahlt. Bislang konnten Verbraucher alte Geräte ausschließlich zum Recyclinghof bringen.

Unmittelbar ändert sich für die meisten Verbraucher wenig: Viele große Geschäfte und Ketten nehmen den Elektroschrott ihrer Kunden schon seit Jahren freiwillig zurück. Allen anderen wird eine Übergangsfrist von neun Monaten gewährt. Kleinere Fachhändler sind ohnehin nicht betroffen, denn die Regelung gilt erst ab einer Lagerfläche von 400 Quadratmetern.

Onlineshopping

Onlineeinkäufe sollen für die Kunden sicherer werden. Wer im Internet Waren bestellt, muss sich deshalb ab dem 5. November gleich zweimal identifizieren. Kunden müssen dann neben ihrer Kreditkarten- und Prüfnummer auch persönliche Daten oder eine TAN zur Absicherung angeben. Betroffen sind alle Zahlungen per Kreditkarte, Lastschriftverfahren, aber auch Überweisungen, etwa über Giro- oder Postpay. Auch Sofortüberweisungen fallen unter die neue Regelung.

Ausgenommen sind Käufe auf Rechnung. Ab einer Kaufsumme von 30 Euro gilt diese neue Regel. Als sicher geltende Bezahlmethoden sollen ausgenommen sein – dazu zählt auch der häufig genutzte Dienst Paypal.

( pol/dpa )