Hitze und Technik

Hitze - Vom richtigen Umgang mit Smartphones und Notebooks

Bei Hitze machen nicht nur Menschen, sondern auch Smartphone, Notebook oder Tablet schneller schlapp. Tipps für den schonenden Umgang.

Smartphones sind ständige Begleiter des Menschen - auch bei Hitze. Dabei kann zu viel Sonne auch der Technik gefährlich werden

Smartphones sind ständige Begleiter des Menschen - auch bei Hitze. Dabei kann zu viel Sonne auch der Technik gefährlich werden

Foto: Monique Wüstenhagen / dpa-tmn

Hohe Temperaturen können für Smartphones und Tablets gefährlich werden. Nutzer sollten die Geräte daher bei großer Hitze nicht direkt in die Sonne legen. Wer sein Smartphone häufig als Navigationsgerät benutzt, muss beachten, dass es selbst in klimatisierten Fahrzeugen direkt hinter der Windschutzscheibe schnell heiß wird.

Steigt die Temperatur zu hoch, blenden manche Smartphones eine Warnmeldung ein und schalten sich im Notfall auch ganz ab. Bei iPhone und iPad kann es nach Angaben von Hersteller Apple zum Beispiel passieren, dass das Display automatisch abgedunkelt oder das Blitzlicht der Kamera deaktiviert wird. Je nach Hersteller kann es ähnliche Funktionen auch bei anderen Mobiltelefonen geben.

Hitze schädigt auch abgeschaltete Geräte

Doch Vorsicht! Auch ein abgeschaltetes Handy kann bei Hitze noch beschädigt werden. Gefährdet sind vor allem der Akku und das Display. Der Energiespeicher kann zum Beispiel dauerhaft an Leistungsfähigkeit verlieren oder ganz ausfallen. Im Extremfall können sich außerdem Kunststoffteile am Gehäuse verformen und sogar schmelzen.

Auch bei Notebook oder Tablet nimmt bei zu hohen Temperaturen die Leistung ab. Im Extremfall drohen ebenfalls Schäden am Gerät. Als Faustregel gilt: Erhöht sich die Umgebungstemperatur dauerhaft um zehn Grad, halbiert sich die Lebensdauer eines Computers. Kurzzeitige Hitze wirkt sich weniger dramatisch aus, kann aber langfristig trotzdem spürbare Folgen haben.

Erste Warnzeichen für eine zu große Hitzebelastung des Geräts sollten Nutzer daher ernst nehmen. Das kann neben einem Leistungssturz zum Beispiel ein scheinbar grundloses Aufdrehen des Lüfters sein. Direkt spüren kann der Nutzer die Hitze nicht immer. Selbst wenn es im Gehäuse heiß wird, bleibt die Tastatur eines Notebooks je nach Modell möglicherweise kühl. Da man hohe Temperaturen beim Notebook am ehesten an der Unterseite bemerkt, empfiehlt sich als Test, den Rechner auf den Schoß zu stellen. Wird die Hitze innerhalb von 30 Sekunden unerträglich, braucht der Computer eine Pause.

Geräte schalten sich meistens von selbst ab

Abstürze wegen zu großer Hitze sind heute selten. Vorher schalten sich moderne Rechner meist selbst ab. Einige Systeme machen auch vor dem automatischen Herunterfahren mit Warnhinweisen auf Hitzeprobleme aufmerksam. Verlassen sollte man sich darauf aber nicht: Wurde das Notebook umgebaut oder zum Beispiel mit einem anderen Akku ausgestattet, funktioniert die Temperaturüberwachung möglicherweise nicht mehr.

Wichtig ist, dass die warme Luft ungehindert entweichen kann. Ein Rechner darf auf keinen Fall so auf einem Kissen oder einer Decke stehen, dass die Lüftungsschlitze verdeckt werden. Auch hinten oder seitlich angeordnete Schlitze sollten nicht blockiert oder zugestellt werden. Und Abstand zur Wand sollte man halten. Zusätzliche Kühlung kann zum Beispiel von einem kleinen Tischventilator kommen.

Genau wie Notebooks haben auch Tablets theoretisch mit Sonnenstrahlen und Sommerhitze zu kämpfen. Allerdings geben die flachen Multitalente ihre Wärme nicht über eingebaute Lüfter und Schlitze im Gehäuse ab. Das bedeutet: Kein störendes Rauschen, zudem dürfen sie auch ohne Probleme mal auf einer Decke liegen.

Möglich wird das, weil sie ihre Wärme über die Außenhülle abgeben. Besonders deutlich spürbar werden hohe Temperaturen bei Modellen mit Metallgehäuse, die die Wärme besser leiten als solche aus Plastik.

Surfen in schlechtem Netz treibt Sendeleistung hoch

Schlechter Empfang kann die Geräte aber ebenso ins Schwitzen bringen. Beim Surfen ohne gutes UMTS-Netz wird die Sendeleistung hochgefahren. Steigt die Hitze zu stark an, schalten sich Tablets genau wie Notebooks von selbst ab.

Quelle: Teltarif.de, Bitkom, VDE, Computer Bild/dpa