David J. Wineland (USA) und Serge Haroche (Frankreich) erhalten den diesjährigen Nobelpreis für Physik für bahnbrechende experimentelle Methoden, die es ermöglichen, Quantensysteme zu manipulieren. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften mit. Wineland schuf Grundlagen für Atomuhren.
Im vergangenen Jahr hatten Saul Perlmutter, Adam G. Riess (beide USA) und Brian P. Schmidt (USA und Australien) den Nobelpreis entgegennehmen können – für die Beobachtung, dass sich das All derzeit immer schneller ausdehnt.
Nach Deutschland ging ein Physik-Nobelpreis zuletzt im Jahr 2007: Peter Grünberg erhielt ihn gemeinsam mit Albert Fert aus Frankreich für die Entdeckung des „Riesenmagnetowiderstands“. Durch ihn ließ sich die Speicherkapazität von Computer-Festplatten drastisch erhöhen.
Die höchste Auszeichnung für Physiker ist diesmal mit umgerechnet 930.000 Euro (8 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert. Das Stiftungskapital war während der Wirtschafts- und Finanzkrise geschrumpft. Daher vergibt die Stiftung diesmal 20 Prozent weniger Geld als in den Vorjahren.
Am Mittwoch wird der Nobelpreis für Chemie bekanntgegeben, am Donnerstag der für Literatur und am Freitag der Friedensnobelpreis. Die Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaften folgt am 15. Oktober. Die Verleihung findet traditionell am 10. Dezember statt, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel.
Am Montag war der Medizin-Nobelpreis an John Gurdon aus Großbritannien und Shinya Yamanaka (Japan) für die Rückprogrammierung erwachsener Körperzellen in den embryonalen Zustand gegangen.
dpa/mim


