Zum 155. Geburtstag des Physikers Heinrich Rudolf Hertz widmet Google dem Entdecker der elektrischen Wellen ein animiertes Doodle, das verfremdete Unternehmenslogo. Hertz gilt als einer der bedeutendsten deutschen Physiker und Urvater der drahtlosen Datenübertragung.

Er wies nach, dass sich elektromagnetische Wellen auf die gleiche Art und mit der gleichen Geschwindigkeit ausbreiten wie das Licht. 1886 gelang ihm ein Experiment, bei dem Impulse von einem Sender zu einem Empfänger übertragen wurden – und lieferte damit die Grundlagen für die Entwicklung des Radios, des Fernsehens oder des Mobiltelefons. Auch Albert Einstein nutzte für die Entwicklung seiner Quantentheorie die wissenschaftliche Vorarbeit von Hertz.

Dieser wurde am 22. Februar 1857 in Hamburg geboren und stammte aus einer gutsituierten Familie, die vom jüdischen Gauben zum Christentum konvertiert war. Der Vater betrieb eine angesehene Anwaltskanzlei.

Nach dem Abitur wollte der junge Hertz zunächst ein Ingenieursstudium aufnehmen. Doch außer der Mathematik langweilte ihn das Fachgebiet und er brach seine Bemühungen in Frankfurt am Main ab. Er wechselte an die Universität München und studierte dort Mathematik und Physik. In seiner Promotion beschäftigte sich der jungen Wissenschaftler mit rotierenden Metallkugeln in einem Magnetfeld. Danach lehrte er als Professor an der Universität Bonn.

Im Alter von nur 36 Jahren starb Hertz 1894 an einer seltenen Gefäßkrankheit. Er hinterließ eine Ehefrau und zwei Töchter. Den Rum seiner Arbeit erlebte er nicht mehr. 1935 wurde die Maßeinheit Hertz eingeführt, die die Frequenz von Schwingungen pro Sekunde angibt.

mim