Sterne leben nicht ewig. Wenn in einem Stern die nuklearen Brennstoffvorräte für die Fusion von Wasserstoff zu Helium zur Neige gehen, ist sein Ende nahe.
Abhängig von der Sternenmasse kann der Tod eines Sterns zu einer Supernova führen, also einer Explosion, durch die der Stern vernichtet wird. Diese Explosion führt zu einem plötzlichen, hellen Aufleuchten des Sterns, wobei die Leuchtkraft millionen- oder gar milliardenfach ansteigen kann.
Ein Stern, der mit einem Teleskop nicht am Himmel zu beobachten war, kann sich also plötzlich als Lichtpunkt bemerkbar machen, wenn er zur Supernova wird. Die Überreste einer Supernova breiten sich dann ähnlich einer Druckwelle um den früheren Stern aus.
Das plötzliche Auftreten von „neuen Sternen“ am Firmament widerlegte die klassische Auffassung von der Unveränderlichkeit der Fixsternsphäre. Besondere Beachtung wurde der Supernova 1987A zuteil, die vor 24 Jahren in der Großen Magellanschen Wolke beobachtet wurde.
Auch in vergangenen Jahrhunderten haben Astronomen bereits Supernovae wahrgenommen, zum Beispiel die Keplersche Supernova (1604) oder die Brahesche Supernova (1572).
Die Physiknobelpreisträger dieses Jahres verdanken ihre Auszeichnung der Existenz von Supernovae . Mit ihrer Hilfe konnten sie nachweisen, dass das Universum beschleunigt expandiert.
Die Forscher studierten rund 50 Supernovae in sehr großer Distanz – etwa sechs Milliarden Lichtjahre von uns entfernt.
Aus dem zeitlichen Verlauf der Helligkeit während der Supernova-Ereignisse sowie den Spektren des emittierten Lichts konnten die Wissenschaftler zum einen die Entfernung der Supernovae und zum anderen ihre Fluchtgeschwindigkeit ermitteln.
Die verblüffende Erkenntnis: Das Universum dehnt sich nicht nur aus, sondern es dehnt sich immer schneller aus. Diese Erkenntnis stellt die Physiker vor ein großes Rätsel. Vorerst machen sie eine mysteriöse Dunkle Energie für den beobachteten Effekt verantwortlich.





